Alle Artikel mit dem Schlagwort: Rock Chicks Radio

GINGER RED – Donuts And Coffee

Lauschangriff – KW 46/18 GINGER RED – Donuts And Coffee (El Puerto Records, VÖ 26.10.2018) Obwohl ich ein ausgemachter Freak bin was den sogenannten ‚female fronted rock’ angeht, muss ich zugeben, dass ich dem weiblichen Geschlecht bei meinen bisherigen ‚Lauschangriff’-Themen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe. Das liegt zu einem daran, dass Sängerin im Rock-Business immer noch eher der Minderheit angehören, und zum anderen, weil es nur wenige wirklich ernstzunehmende Frontfrauen gibt, die im Stande sind sich deutlich von der Masse abzuheben, um der männlichen Konkurrenz zu zeigen, wo der Hammer hängt. Eine der wenigen überzeugenden Ausnahmen ist ‚The Mad’ von GINGER RED. Bereits der energiegeladene Opener „Come Close“, zu dem Ausnahmegitarrist Frank Pané (BONFIRE/ SAINTED SINNERS) ein feuriges Gast-Solo beigesteuert hat, setzt sich sofort vehement in den Gehörgängen fest. Auch der erfrischende Titeltrack, der vorab als Single/ Video veröffentlicht wurde, schlägt in die selbe Kerbe. Deutlich heftiger und kantiger geht’s beim recht rotzig-sphärischen „So What“ zur Sache, bei dem Manni Schmidt (REFUGE/ ex-RAGE/ ex-GRAVE DIGGER) an der Gitarre zu hören ist. Etwas gedämpfter, aber nicht …

DAVID REECE – Resilient Heart

Lauschangriff – KW 45/18 DAVID REECE – Resilient Heart (Mighty Music, VÖ 09.11.2018) Das letzte Solo-Album („Compromise“) von Sänger DAVID REECE (SAINTED SINNERS/ ex-BONFIRE) liegt nun auch schon wieder über 5 Jahre zurück. Nachdem er zusammen mit Songwriter und Ausnahme-Gitarrist Frank Pané (BONFIRE) Anfang des Jahres mit „Back With A Vengeance“, dem Zweitling von SAINTED SINNERS, schon für ein echtes Highlight gesorgt hat, veröffentlicht der Wahl-Mailänder mit „Resilient Heart“ am 09. November endlich auch seinen dritten Solo-Streich. Eröffnet wird das Album mit „Anytime At All“, einem wahrlich kraftvollen Heavy Rocker, der in manchen Passagen an WHITESNAKE erinnert und im Vorfeld bereits als Video/ Single ausgekoppelt wurde. Gefolgt von der schnaubenden Dampflokomotive namens „Wicked City Blues“ und dem vehement stampfenden „Karma“. Als Highlights einer abwechslungsreichen Scheibe kristallisieren sich der modern-getrimmte Groover „Two Coins And A Dead Man“, der mit einem sehr melodischen und eingängigen Refrain zu fesseln weiß, sowie das mit einer progressiven Schlagseite versehene „Perfect Apocalypse“ und „I Don’t Know Why“ heraus. Letzteres beginnt wunderschön balladesk und entwickelt sich mit zunehmender Spieldauer zum knackigen Midtempo-Rocker, …

HEAVEN’S TRAIL – Lethal Mind

Lauschangriff – KW 43/18 HEAVEN’S TRAIL – Lethal Mind (Escape Music, VÖ 26.10.2018) Irgendwann im Jahr 2014 unter dem Banner CRUEL DAZE gestartet, kommt dieser Tage endlich das heißerwartete Debüt von HEAVEN’S TRAIL via Escape Music in den Handel. Für „Lethal Mind“ hat sich Ausnahme-Gitarrist, Songwriter und Produzent Barish Kepic (ex-JADED HEART/ POWERWORLD/ EVIDENCE ONE) nicht nur Sänger Rick Altzi und Schlagzeuger Kevin Kott (beide MASTERPLAN/ ex-AT VANCE) ins Boot geholt, sondern hat erstmals seit seinem letzten Album mit JADED HEART („Helluva Time“/ 2005) auch wieder mit seinem alten Band-Kumpel Michael Müller (Bass) zusammengearbeitet. Vorab wurde uns mit „On The Rise“ schon ein richtig starker und richtungsweisender Song als Lyric-Video kredenzt, doch „Lethal Mind“ hat noch viel mehr Heavy Rock/ Metal-Hochkaräter am Start. Angefangen vom eröffnenden Titeltrack, der nach kurzem verspielten Keyboard-Intro gleich mächtig in die Vollen geht und gewaltig aus den Boxen bläst, oder dem spannungsgeladenen und raffiniert arrangierten „Changes“ über die von VICTORY-Frontmann Jioti Parcharidis eingesungene Killernummer „Feed My Soul“ und das leicht progressive angelegte „Hold The Flame“ bis hin zu „Walking In …

BONFIRE – Legends

Lauschangriff – KW 42 & 44/18 BONFIRE – Legends (AFM Records, VÖ 19.10.2018) Mit „Legends“, dem neuen Doppelalbum von BONFIRE, liegt mir – nach „Remember… Yesterday“ von MICHAEL VOSS – bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Veröffentlichung mit Cover-Versionen zur Besprechung und somit auch zum ‚Lauschangriff’ vor. Zur Einstimmung auf ihre „BONFIRE & FRIENDS – A Night With Rock Legends“-Tour, bei der u. a. so namhafte Musiker wie JOE LYNN TURNER (ex-RAINBOW/ ex-DEEP PURPLE), Bobby Kimball (ex-TOTO) oder U.F.O.-Urgestein Phil Mogg mit von der Partie sein werden, hat sich die Band nun einer erlesenen und umfangreichen Sammlung an Klassikern angenommen und diese äußert gekonnt auf ein Doppelalbum gebannt. Zu den unsterblichen und allseits bekannten Songs der bereits genannten Bands gesellen sich – neben vielen anderen – auch noch Hits von ROBIN BECK („Save Up All Your Tears“) oder HARDLINE („Dr.Love“) sowie HOUSE OF LORDS („I Wanna Be Loved“). Mit diesem ‚Soundtrack’ nehmen uns BONFIRE abendfüllend und äußerst unterhaltsam mit auf ihre Zeitreise durch die 70er, 80er sowie die beginnenden 90er und machen somit …

LIONCAGE – Turn Back Time

Lauschangriff – KW 38/18 LIONCAGE – Turn Back Time (Pride & Joy Music, VÖ 21.09.2018) Schon im Sommer 2015 als die neue AOR/ Melodic Rock-Band mit ihrem Debüt „Done At Last“ erstmals auf sich aufmerksam machen konnte, habe ich mich zu der Aussage hinreißen lassen, dass LIONCAGE wohl in der Lage sein würden, die schmerzliche Lücke, die FRONTLINE hierzulande hinterlassen haben, in naher Zukunft zu füllen. Dieser Tage veröffentliche LIONCAGE nun mit „Turn Back Time“ ihren bereits dritten Streich. Waren die Herrschaften um die Bandgründer Lars König (Gitarre), Sänger Thorsten Bertermann und Torsten Landsberger (Schlagzeug) auf den beiden ersten Werken noch vorwiegend in seichteren Westcoast-Gefilde zugange, so schallen die zwölf Songs auf dem neuen Silberling doch deutlich abwechslungsreicher und unüberhörbar rockiger aus den Lautsprechern. Da wären beispielsweise der spannend arrangierte Opener „Heaven’s Gate“ oder das überraschend ‚kantige’ „Black Water“, zu dem die Band vorab bereits ein recht lässiges Video produziert hat, sowie die Hammernummer „So Long Ago“, zwecks der man LIONCAGE fast schon in einem Atemzug mit JOURNEY oder SURVIVOUR nennen darf. Auch Songs wie …

DORO – Forever Warriors, Forever United

Lauschangriff – KW 37/18 DORO – Forever Warriors, Forever United (Nuclear Blast, VÖ 17.08.2018) Leute, wie rasend schnell doch die Zeit vergeht! Es sind doch tatsächlich schon wieder sechs Jahre seit dem letzten echten Studioalbum („Raise Your Fist“/ 2012) von DORO ins Land gezogen. Zwar wurde uns als Überbrückung im letzten Herbst mit „Für Immer“ eine recht amtliche Zusammenstellung ihrer deutschsprachigen Songs (inkl. drei neuer Nummern) über ihr eigenes Label Rare Diamonds Records kredenzt, aber eben kein ‚vollwertiges’ neues Album. Dies holt die Düsseldorferin nun mit ihrem 20. Studioalbum mehr als gebührend nach, denn im Grunde genommen veröffentlicht DORO mit „Forever Warriors, Forever United“ gleich zwei für sich eigenständige Alben. Eben zum einen „Forever Warriors“, in dem sich DORO als unbeugsame Verfechterin in Sachen Heavy Metal präsentiert und zum anderen „Forever United“, auf der sie sich von ihrer eher empfindsamen, grundehrlich emotionalen Seite zeigt. Eröffnet wird „Forever Warriors“ von „All For Metal“, einer Stadion-Hymne, die in Zukunft vielleicht neben einem Klassiker wie „All We Are“ eine feste Institution in der Live-Setlist werden könnte. Dem stehen …

Circus Of Fools – Rex

Das Album der Woche – KW 35/2018 Circus Of Fools – Rex (Bleeding Nose Records, V.Ö. 31.8.2018) Der Zirkus kommt in die Stadt und mit ihm sieben gar düster anzusehende Narren in schwarz-weiß. Im Gepäck haben sie mit „Rex“ ihr zweites Album, das nach dem selbstproduzierten Vorgänger „Raise The Curtain“ zugleich das Label-Debut darstellt. Angeführt wird die Clowns-Horde von Tim Strouken, dem Harlequin, der mit seinen knurrig-fies-bösen Shouts durch’s Programm peitscht, sowie Caro ‚La Columbina‘ Saia, die mit ihrer wunderbar warmen Stimme den perfekten Gegenpart darstellt. Ihr neuestes Programm ist eine irrwitzige Mischung aus heftigen Melodic Death Metal-Eruptionen, die mit herzergreifendem Gothic Rock eine faszinierende Liaison eingehen.

Lord Of The Lost – Thornstar

Das Album der Woche – KW 34/2018 Lord Of The Lost – Thornstar (Napalm Records, V.Ö. 3.8.2018) „Dark Rock and Metal“, so einfach wie genial treffend beschreiben die St. Paulianer Lord Of The Lost ihren Stil selbst. Gothic meets Metal meets große Rock-Melodien. 2007 urspünglich als Soloprojekt von Sänger und Gitarrist Chris Harms gegründet, legt die Band 2018 nun ihr bereits achtes Studioalbum vor und nach dem konzeptuell sehr ruhig gehaltenen Vorgänger „Swan Songs II“ kommen auf dem neuen Werk „Thornstar“ die Gitarren wieder richtig fett zum Einsatz.

Dee Snider – For The Love Of Metal

Das Album der Woche – KW 32/2018 Dee Snider – For The Love Of Metal (Napalm Records, V.Ö. 27.7.2018) Ein Album, das man alleine schon aufgrund seines schönen Titels „For The Love Of Metal“ lieb haben muss! Ein Titel, der natürlich auch Erwartungen schürt, die es zu erfüllen gilt. Aber Twisted Sister-Frontmann Dee Snider ist ja nicht irgendwer, sondern ein alter Hase in der Szene, der ganz genau weiß, was er macht und wie er es gut macht.

MAD MAX – 35

Lauschangriff – KW 32/18 MAD MAX – 35 (Steamhammer/ SPV, VÖ 10.08.2018) Nachdem MAD MAX vor ziemlich genau 3 Jahren für ihre Best Of-Scheibe „Thunder, Storm & Passion“ die besten Songs der Album Nr. 2 – 4 neueingespielt haben, melden sich die Münsteraner am Ende nächster Woche mit ihrem neuen, mittlerweile 12ten Studioalbum „35“ zurück. Wieder Titel schon erahnen lässt, feiert die Band um Gitarrist Jürgen Breforth und Sänger/ Gitarrist Michael Voss mit dieser Scheibe ihr 35jähriges Bestehen. Vorab wurde uns ja schon mit „Beat Of The Heart“, zu dem die Band auch einen hochamtlichen Videoclip (man könnte fast sagen: einen ausdrucksstarken Kurzfilm in bester Spielfilmqualität) veröffentlicht hat, ein Song als Single kredenz, welche die unbändige Spielfreude und die ungebrochenen Liebe zu ihrer Musik widerspiegelt. In diese Kerbe schlägt für mich auch der erfrischend flotte Opener „Running In Paradise“ sowie der schwindelerregende Groover „D.A.M.N.“, während das deutlich aggressiv-donnernde  „Shadowdance“ irgendwie ein klein wenig aus dem Rahmen von „Thirty 5“ fällt, aber der Scheibe somit auch unweigerlich das gewisse Etwas verleiht. Meine weiteren Favoriten auf einer …

Powerwolf – The Sacrament Of Sin

Das Album der Woche – KW 30/2018 Powerwolf – The Sacrament Of Sin (Napalm Records, V.Ö. 20.7.2018) Seit nunmehr 15 Jahren machen die Saarländer Powerwolf die Szene unsicher mit ihrer ganz eigenen Mischung aus Power Metal Hymnen, sakralen Kirchen-Chorälen und schön blasphemischen Lyrics. Auch Album Nummer sieben macht da natürlich keine Ausnahme, schon gar nicht, weil der Titel „The Sacrament Of Sin“ natürlich verplichtet.

ANDY SUSEMIHL – Elevation

Lauschangriff – KW 30/18 ANDY SUSEMIHL – Elevation (SM Noise Records, VÖ 05.02.2018) ANDY SUSEMIHL wird den meisten unter unseren Stammzuhörern/-lesern in erster Linie als Gitarrist von SINNER („Dangerous Charm“/ „No More Alibis“) und U.D.O. („Mean Maschine“) ein Begriff sein. Im Februar diesen Jahres hat er mit „Elevation“ sein mittlerweile fünftes Studioalbum veröffentlicht, welches nun mit gehöriger Verspätung trotzdem noch zu ‚Lauschangriff’-Ehren kommt. Soviel schon vorab: Es ist ein sehr abwechslungsreiches und kurzweiliges Album geworden, das sich nicht so leicht in eine bestimmte Schublade stecken lässt. Angefangen vom spritzig vorwärtspreschenden Opener „Sick Of The Rain“ über das Westcoast-lastige „Afterworld“ und den eingängigen Stamper „Dinosaurs“ bis hin zum swingenden Groove-Monster „Something On The Way“ bietet die Scheibe eine unterhaltsame Vielfalt, die sich ganz nach meinen Geschmack gestaltet. Als weitere Anspieltipps drängen sich der geschmeidige Midtempo-Groover „Aeroplane“ sowie der Blues-getränkte Schleicher „Center Of The Universe“ auf. Aber auch das lässige Cover von „Personal Jesus“ soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, denn jenes läuft meiner bisherigen Lieblingsversion des DEPECHE MODE-Klassikers – nämlich derer von MARILYN MANSON – …

Debauchery vs. Balgeroth – In der Hölle spricht man Deutsch

Das Album der Woche – KW 29/2018 Debauchery vs. Balgeroth – In der Hölle spricht man Deutsch (Massacre Records, V.Ö. 13.7.2018) Debauchery polarisieren! Soviel steht fest! Debauchery treiben seit jeher alle Klischees der Metal Szene vor sich her und strapazieren diese bis an die Grenze des Erträglichen und zum Teil mit ihren bluttriefenden und sehr freizügigen Bühnenshows auch ganz gezielt weit darüber hinaus. Was für die einen großartige Gore-Unterhaltung darstellt, ist für die anderen einfach nur plumpe Provokation.

Atrocity – Okkult II

Das Album der Woche – KW 28/2018 Atrocity – Okkult II (Massacre Records, V.Ö. 6.7.2018) Atrocity waren schon immer so etwas wie die Weltenwanderer des düsteren Metals. Ihre Wurzeln haben die Ludwigsburger ganz klar im Death Metal, aber bereits auf ihrem Drittwerk „Blut“ von 1994, das bis heute von vielen als Atrocity’s Referenzwerk angesehen wird, flossen erste Gothic- und Düster-Einflüsse in den Sound ein, denen man sich in Folge noch weit öffnen sollte.

KISSIN‘ DYNAMITE – Ecstasy

Lauschangriff – KW 28/18 KISSIN‘ DYNAMITE – Ecstasy (Metal Blade Records, VÖ 06.07.2018) Es fühlt sich irgendwie immer noch so an, als wäre es erst gestern gewesen, wie mir vor so ziemlich genau 10 Jahren mit „Steel Of Swabia“ das Debüt einer jungen, wilden Band namens KISSIN’ DYNAMITE in die Hände gefallen ist. Frisch, rotzfrech und unbeschwert rockten die blutjungen Tübinger drauflos und waren fort an nicht mehr aus der deutschen Hard Rock-Szene wegzudenken. Am heutigen Tage erscheint nun mit „Ecstasy“ ihr mittlerweile sechstes Studioalbum. Zwar erinnert der Opener „I’ve Got The Fire“, der bereits vorab als Single/ Video veröffentlicht wurde, allem voran im Refrain auffallend an „Running Free“ aus „Megalomania“, aber dies tat meiner schwergehegten Hoffnung auf ein echtes Hammeralbum keinerlei Abbruch, denn schließlich gehört besagte Nummer zu meinen persönlichen Favoriten aus dem 2014er Machwerks des ungebrochen spielfreudigen Quintetts. Und was soll ich sagen, die hochgesteckten Erwartungen an die 13 Songs starke Scheibe werden vollends erfüllt. Das unerschütterliche Fundament dafür legen Nummern wie „You’re Not Alone“, das in Form eines recht flockigen Midtempo-Rockers lässig …

WOLFEN RELOADED – Changing Time

Lauschangriff – KW 26/18 WOLFEN RELOADED – Changing Time (Volcano Records, VÖ 22.06.2018) Obwohl die Anfänge von WOLFEN RELOADED bis in die Mitte der 80er zurückreichen (damals noch unter dem Namen WOLFEN) und ich seit jeher ein ausgemachter Kenner der südostbayrischen Rockszene bin, ist mir der Traunsteiner Vierer erst seit dem Frühjahr 2014 ein wirklich fester Begriff, als nämlich bekannt wurde, dass WOLFEN RELOADED das ‚Friends Of Metal’-Festival eröffnen würden. Dieser Tage veröffentlichen die Mannen um Sänger Christian Freimoser mit „Changing Time“ nun endlich auch ihr Debütalbum. Seit besagtem Festival bin ich vom progressiv beeinflussten Melodic Rock und Metal-Sound sowie auch von der mitreißenden Live-Qualität der Band ziemlich beeindruckt. Selbiges untermauert das Quartett gut 4 Jahre später mit ihrer mir nun vorliegenden, 10 Songs umfassenden CD abermals gewohnt tatkräftig. Den Beginn einer sehr abwechslungsreichen und spannenden Scheibe markiert das unglaublich gewandte „Amazing“. Eine Nummer, die mich – gepaart mit einem Hauch von LED ZEPPELIN – ein wenig an die progressiven Highlights von IRON MAIDEN erinnert. Während der ‚schleppende’ Groover „All The Heroes“ mit eingängigen Melodien …

MAGICAL HEART/ Divine Weep/ Grap! – 01.06.2018 Backstage/ München

Live-Review – KW 24/18 MAGICAL HEART/ Divine Weep/ Grap! 01.06.2018 Backstage (Halle)/ München Wenn mir bis vor ein paar Wochen jemand gesagt hätte, dass ich doch tatsächlich irgendwann mal wieder den Bleistift spitzen würde um seit längst vergangenen ‚Rock It!’-Tagen eine Live-Review zu verfassen, den hätte ich höchstwahrscheinlich für komplett verrückt erklärt. Fragt sich nur: Wer ist hier eigentlich verrückt!?! 😉 Nachdem ich mich für das Hammer-Debüt von MAGICAL HEART erstmalig in einem meiner „Lauschangriff“-Reviews zur Höchstnote hinreißen lassen habe (überzeuge dich hier), war es natürlich unumgänglich, dass ich mich auch von den Live-Qualitäten der Münchener Melodic Hard Rocker bei ihrer Release-Party am 01.06.2018 im heimischen Backstage (Halle) persönlich überzeugen musste. Eröffnet wurde der ‚magische’ Abend pünktlich um 19.30 Uhr von GRAP! (ebenfalls aus München) mit einem äußerst soliden Gig. Da mir die Band bis dato so gut wie unbekannt war, konnte ich mich schlicht völlig ‚unvorbelastet’ auf den Sound des Vierers um Sänger LXD (ex-SARA SUCKS) einlassen… und siehe da, gleich mit den ersten Takten des Show-Openers „Break The Silence“ wurde ich so richtig …

MAGICAL HEART – Another Wonderland

Lauschangriff – KW 22 & 24/18 MAGICAL HEART – Another Wonderland (Fastball, VÖ 01.06.2018) Als PIERROT/ HAMMERSCHMITT-Fan der ersten Stunden hat mich 2014 die Ankündigung, dass sich Gitarrist Gernot Kroiß bei MAGICAL HEART (zu Beginn unter dem Namen QUO VADIS und im Dezember 2017 ‚umfirmiert’) ein weiteres musikalisches Standbein gesucht hat, mächtig neugierig gemacht. Ein Jahr später folgten auch gleich die ersten „Handmade Demos“, die schon erahnen ließen, dass hier etwas richtig Großes am ‚Heranwachsen’ ist. Dieser Tage kommt nun endlich das – nicht nur von mir – heißwartete Debüt der Münchener Melodic Hard Rocker in den Handel. „Another Wonderland“ wartet mit 11 hochkarätigen Hymnen auf, die sofort ins Ohr gehen und unweigerlich zum Mitrocken animieren. Schon bei den eingangs genannten Demos ist mir der facettenreiche Gesang von Christian Urner überaus positiv aufgefallen, der auf dem Debüt nun vollends zum Tragen kommt. Zudem schüttelt Gernot Kroiß nahezu mühelos in fast jedem Song ein bestechendes Gitarrensolo nach dem anderen aus dem Ärmel und die Rhythmus-Fraktion (Robert Frenz/ Bass; Charly Barth/ Schlagzeug) treibt versiert mit gewaltigen Groove …

Amorphis – Queen Of Time

Das Album der Woche – KW 21/2018 Amorphis – Queen Of Time (Nuclear Blast Records, V.Ö. 18.5.2018) Die Finnen Amorphis zählen seit Anfang der 90er-Jahre zum festen Bestandteil der internationalen Düster-Metal-Szene. Am Anfang noch eher dem Death Metal zugeordnet, sorgte man vor allem 1994 mit dem Zweitwerk „Tales From The Thousand Lakes“ und dem Hit „Black Winter Day“ für Aufsehen, als man die Death-Metal-Wurzeln mit düsterrockigen Melodien, finnischer Folklore und Texten aus dem Nationalepos „Kalevala“ verband.

Follow The Cipher – Follow The Cipher

Das Album der Woche – KW 20/2018 Follow The Cipher – Follow The Cipher (Nuclear Blast Records, V.Ö. 11.5.2018) Follow The Cipher werden mit ihrem Female Fronted Melodic Epic Modern Metal polarisieren, soviel steht fest! Follow The Cipher werden mit ihrem Debut-Album aber auch einschlagen wie eine Bombe, dessen bin ich mir sicher! Follow The Cipher stammen aus Falun in Schweden, ebenso wie die gefeierten wie gleichzeitig auch umstrittenen Bombast-Metaller von Sabaton. Follow The Cipher wurden von Gitarrist und Songwriter Ken Kängström gegründet, der auch schon für eben jene Sabaton einige Songs geschrieben und produziert hat. Und Follow The Cipher bewegen sich musikalisch im Umfeld von Bands wie Battle Beast, Nightwish oder auch Amaranthe.

MICHAEL SCHINKEL’S ETERNAL FLAME – Smoke On The Mountain

Lauschangriff – KW 20/18 MICHAEL SCHINKEL’S ETERNAL FLAME – Smoke On The Mountain (Rock Of Angels Records, VÖ 18.05.2018) Bis vor knapp einem Jahr hätte ich nicht damit gerechnet, dass mir irgendwann noch einmal ein neues Album von ETERNAL FLAME zur Besprechung bzw. zum ‚Lauschangriff’ auf den Schreibtisch flattern würde. – Doch unverhofft, kommt oft! Sage und schreibe 15½ Jahre nach ihrem letzten Album „King Of The King“ kommen die Münchner um Bandleader und Flitzefinger Michael Schinkel nun mit dem Nachfolger „Smoke On The Mountain“ stärker als jemals zuvor ums Eck. – Was aber keinesfalls heißen, dass die Debütscheibe „Desire“ oder gar „King Of The King“ schlechte Alben gewesen wären. – Nein, ganz im Gegenteil! – Aber man hört dem neuen Album zu jeder Sekunde an, dass es einfach mehr Zeit hatte um zu Reifen. Dass Michael Schinkel ein YNGWIE MALMSTEEN-Jünger vor dem Herrn ist, als auch dem Sound von RAINBOW und DEEP PURPLE keinesfalls abgeneigt ist, daraus hat der Gitarrist und Songwriter noch nie einen Hehl gemacht, und dies ist natürlich auch auf „Smoke …

Kobra And The Lotus – Prevail II

Das Album der Woche – KW 18/2018 Kobra And The Lotus – Prevail II (Napalm Records, V.Ö. 29.4.2018) Mit dem letztjährigen, ihrem vierten Album „Prevail I“ konnten die Kanadier Kobra And The Lotus ordentlich durchstarten. Die Erfolgsformel waren im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen rockigere, melodiöser und moderner klingende Songs wie der Singlehit „You Don’t Know“ oder die Mega-Ballade „Light Me Up“, die die Band unter ihren klassischen Heavy Metal-Headbangerstoff mischten und damit ein rundum abwechslungsreiches Album kreierten.

CRYSTAL BALL – Crystallizer

Lauschangriff – KW 17/18 CRYSTAL BALL – Crystallizer (Massacre Records, VÖ 27.04.2018) Dieser Tage veröffentlichen CRYSTAL BALL ihr mittlerweile 10. Studioalbum „Crystallizer“, welches zugleich das vierte Album mit Steven Mageney am Mikro darstellt. Seit ihrem Comebackalbum „Dawnbreaker“ haben sich die Schweizer kontinuierlich weiterentwickelt und mit ihrer letzten Scheibe „Déjà Voodoo“ die Latte verdammt hoch gelegt, die es nun mit der Jubiläumsscheibe nochmals zu überqueren gilt. Gleich mit dem Opener und Titeltrack legen die Mannen um Gitarrist Scott Leach verheißungsvoll im knackig-fesselnden Uptempo-Bereich los. Gefolgt von dem nicht minder gefälligen Midtempo-Rocker „Curtain Call“ und dem geschmeidigen Stampfer „Alive Forever More“. Meine persönlichen Favoriten sind allerdings das locker und beschwingt rockende „Crazy In The Night“ sowie der lässige Ohrwurm „Gentleman’s Agreement“. Auf einer mit Highlights gespickten Scheibe zwingen sich außerdem das flotte „Beauty In The Beast“, welches stellenweise Vergleiche zu RUNNING WILD zulässt, und die gelassen-majestätische Hymne „Symphony Of Life“, mit welcher das Album seinen krönenden Abschluss feiert, als weitere Anspieltipps auf. Überdies hinaus erwarten den geneigten Fan auf der Digipak-Edition von „Crystallizer“ noch zwei exzellenten Bonustracks: zum einen …

BONFIRE – Temple Of Lies

Lauschangriff – KW 16/18 BONFIRE – Temple Of Lies (AFM Records, VÖ 13.04.2018) Es ist gerade mal ein Jahr her, dass BONFIRE mit „Byte The Bullet“ ein ziemlich geiles Album veröffentlicht haben und schon stehen sie mit dem nächsten Killer in den Startlöchern. – Um es gleich zu Beginn vorwegzunehmen: Auf „Temple Of Lies“ setzen die Mannen um Band-Urgestein Hans Ziller den auf dem Vorgänger eingeschlagenen Weg konsequent und aussichtsreich fort. Eröffnet wird „Temple Of Lies“ mit dem quirligen Intro „In The Beginning“, das uns mit einer unglaublichen Coolness auf den grandios vorwärtspreschenden Titeltrack, in dem Sänger Alexx Stahl gelegentlich in die Sphären des jungen Rob Halfords vorstößt, einstimmt. Gefolgt von „On The Wings Of An Angel“, einer bedingungslos eingängigen Hymne, die sich bereits beim ersten Hören vehement in den Gehörgängen festsetzt und dem lässig vor sich hinstampfenden Groover „Feed The Fire“. Außerdem haben BONFIRE mit „Comin’ Home“ eine Hammerballade produziert, die sich in punkto Gänsehaut- und Hitfaktor hinter solchen Klassikern wie „You Make Me Feel“ oder „Who’s Foolin’ Who“ überhaupt nicht zu verstecken braucht. …