Konzert

Review: Heavy Summerbreak Festival 2014

Heavy Summerbreak Festival – 26. Juli 2014 – Feierwerk München

Bereits zum 10. Mal fand am 26. Juli 2014 das Non-Profit-Festival unter der Schirmherrschaft des Schalldruck e. V. statt.

Am späten Nachmittag ging es mit dem Bandcontest los. Bei schwüler Hitze in der Halle zeigten 5 Nachwuchsbands was sie drauf haben. In Abwandlung eines Sprichworts könnte man sagen „ohne Schweiß, kein Preis“, und der floß in Strömen, sowohl bei den Musikern als auch beim Publikum.

Leider verpassten wir die erste Band, Gallow Sailors, die aber offenbar mit ihrem Pirate Metal die Segel für den Abend in die richtige Richtung setzten.

Gallow Sailors

Gallow Sailors

Egoist brachten danach mit ihrem Progressive Death Metal mit Double-Vocals die Matten der härteren Fraktion zum ersten Mal zum Kreisen. Vertrackte Songstrukturen wechselten sich mit straighten Riffs ab, und mit dieser Mischung konnte die Band beim Publikum gut punkten.

Egoist

Egoist

Als nächstes standen Jenny Hooker auf dem Programm, die dem einen oder anderen durch den „Guinea-Pig“-Videoclip schon bekannt sein dürften. Die Mischung aus Stoner/Hard Rock/Metal mit teils sehr harschen Vocals brachten ordentlich Bewegung in die Halle.

Jenny Hooker

Jenny Hooker

Jenny Hooker

Jenny Hooker

Liquid Meat sorgten im Anschluß mit ihrem abgefahrenen 90ies-Crossover-Metal im Stile härterer Red Hot Chili Peppers oder Mind Funk zuerst für erstaunte Mienen, dann aber für ein mächtig mitgroovendes Publikum.

Liquid Meat

Liquid Meat

Am Ende räumten die Jungspunde von Rising Spirit ab, deren Mischung aus klassischem Hard Rock und Modern Rock beim Publikum am besten ankam und die somit den Contest verdient für sich entscheiden konnten. Als Gewinn dürfen sie nun beim nächsten Schalldruck-Festival, dem Heavy Winterstorm 2015, im Abendprogramm auftreten.

Rising Spirit

Rising Spirit

Rising Spirit

Rising Spirit

In der folgenden Umbaupause erzählte uns Jose, ein Gründungsmitglied des Schalldruck e. V., wie es zur Entstehung des Vereins kam. Vor ca. 5 Jahren taten sich eine Reihe bayerischer Bands zusammen, um einen „Munich Metal Sampler“ aufzunehmen. Jede Band zahlte 500 Euro für die Aufnahme, doch aus dem Sampler wurde nichts, da sich der Produzent mit der Kohle aus dem Staub machte. Nachdem sich die Bands nun schon gefunden hatten, kam die Idee auf einen Verein zu gründen, der junge und unbekannte Musiker fördert.

Das war die Geburtsstunde des Schalldruck e.V., seit Juli 2010 finden jährlich 2 Festivals statt und das mit durchschlagendem Erfolg. Viele Bands haben bei Schalldruckveranstaltungen angefangen und sich mittlerweile einen Namen gemacht.

Als Non-Profit Geschichte wird mit den Eintrittsgeldern in der Regel gerade so viel eingenommen, um die Kosten zu decken. Respekt den Bands und dem kompletten Team von Schalldruck, die viel Arbeit und Herzblut in die Organisation stecken.

Sequester

Sequester

Sequester

Sequester

Durch die längere Unterhaltung verpassten wir leider den Auftritt der Death Metal Band Sequester, so dass es für uns mit Sasquatch aus Würzburg weiter ging. Das Publikum gab zu dem modern ausgerichteten stampfenden Death Metal sein Bestes und trotzte, angefeuert von Frontman Heiko Holzheimer, den subtropischen Bedingungen in der Halle. Klasse Auftritt!

Sasquatch

Sasquatch

Sasquatch

Sasquatch

Sasquatch

Sasquatch

Dann folgten Ironkid, die Gewinner des Contests des Heavy Winterstorm Festivals, die uns dort vor einem halben Jahr bereits begeisterten. Auch diesmal ließ das Münchner Powertrio um Sänger und Gitarrist Martin nichts anbrennen und rockte ordentlich die Hütte. Stoner Metal wie ihn Monster Magnet oder Warrior Soul zu ihren besten Zeit nicht besser hinbekommen hätten lautete die Devise und brachte die eh schon schwitzende Meute zum toben. Definitiv die Band mit den lautesten Publikumsreaktionen des Abends, und dies völlig zurecht!

Ironkid

Ironkid

Ironkid

Ironkid

Ironkid

Ironkid

Ironkid

Ironkid

Die Heavy Rocker Wayward hatten leider einen dieser berühmt-berüchtigten rabenschwarzen Tage erwischt. Es begann damit, dass die Band krankheitsbedingt mit nur einem Gitarristen anreisen konnte und setzte sich zu Konzertbeginn fort, als sich der ansonsten astreine Sound im Feierwerk in ein undefinierbares Mischmasch verwandelte und vom Keyboard minutenlang nichts zu hören war. Auch Sänger Mark Tobler – normalerweise einer der souveränsten seines Fachs – hatte mit dem Bühnensound und der feuchtheißen Luft zu kämpfen und produzierte so manchen schiefen Ton. Alles in allem ein Gig den die Band unter „Abhaken und Nach-Vorne-Schauen“ verbuchen sollte. Mit dem neuen Song „Soldiers of Pain“ wurde glücklicherweise ein positiver Schlußpunkt gesetzt.

Wayward

Wayward

Wayward

Wayward

Wayward

Wayward

Zum krönenden Abschluss eines gelungenen Festivals trat die Tribute Band Maidenhead mit unsterblichen Klassikern und Gassenhauern der Metal Geschichte an. Mit Iron Maiden (klar!), Ozzy Osbourne, Dio, Judas Priest und Metallica fehlte keiner der großen Namen. Angetrieben von Drummerin Veronika – auch liebevoll „Viech“ genannt – zauberten die Jungs beste Partystimmung in die Halle. Wie auch seine Kollegen zuvor hatte Sänger Wolfgang mit der üblen Luft in der Halle zu kämpfen, meisterte diese Situation aber trotz einiger kleiner Schieflagen mehr als gekonnt. So ging mit „The Number of the Beast“ ein hochwertiges Festival mit tollen Bands zu Ende und wir freuen uns schon auf die Fortsetzung beim „Heavy Winterstorm“ in einem halben Jahr.

Maidenhead

Maidenhead

Maidenhead

Maidenhead

Maidenhead

Maidenhead

Maidenhead

Maidenhead

Autoren: Tanja Talitha und Michi Miraculix
Bilder: Schalldruck e. V.