CD-Tipp

3 DAYZ WHIZKEY – Common Buzzard Blues


Lauschangriff – KW 09/19

3 DAYZ WHIZKEY – Common Buzzard Blues

(Timezone Records, VÖ 08.02.2019)

Eigentlich hab ich fast schon nicht mehr damit gerechnet, aber nun ist es doch tatsächlich da, das neuen Album von 3 DAYZ WHISKEY. Fast fünf Jahre nach ihrem letzten Longplayer „Steam“ präsentieren sich die Regensburger Southern Blues Rocker auf „Common Buzzard Blues“ stärker und vielseitiger denn je. Folglich, ein klarer Fall für meinen ‚Lauschangriff’.

Schon mit dem schmissigen Opener „Back On The River“, bei dem zwischendurch die Tasten zu richtig fetzig klimpern und die Gitarren quietschfidel vorwärtsrocken, zeigt die mittlerweile zum Sextett erstarkte Band um Songwriter, Produzent und Gitarrist T. G. COPPERFIELD, dass sie die letzten Jahre einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht haben. Diesen Eindruck untermauern die Oberpfälzer mit dem anschließenden Midtempo-Groover „High & Dry“, der mit Sicherheit auch auf einer der letzten Scheiben von TOM PETTY eine verdammt gute Figur gemacht hätte, sowie „I’ll Get By“, das sich fast so anhört, als hätten AC/DC und ZZ TOP gemeinsame Sache gemacht, mehr als deutlich und eindrucksvoll. Nach diesem großartigen Opener-Trio gehen 3 DAYZ WHIZKEY mit dem röhrenden Blueser „Stop“, in den mich Sänger Myles Tyler gelegentlich an den wehklagenden Lenny Wolff von KINGDOM COME erinnert, erstmal ein bisserl vom Gas, während das folgende „Last Minute Man“ fast schon wieder leichtfüßig um die Ecke biegt. Aber auch sowohl die Fans beschwingter Country-Klängen („Highway Song“), als auch die Singer/ Songwriter-Fraktion („Jolene“) kommen auf „Common Buzzard Blues“ voll auf ihre Kosten. Den krönenden Abschluss einer rundum gelungenen Scheibe bilden der gurgelnde Stampfer „Right Time Wrong Place“ und der straighte Rocker „Through The Smoke“, bei dem die Hammond nicht minder schön röhrt.

In Anbetracht der hohen Qualität von „Common Buzzard Blues“ und der Tatsache dessen, dass dieses Album beinahe nicht zustande gekommen wäre, weil man mit den ersten Aufnahmen aus zwei Jahren harter Arbeit komplett unzufrieden war, kann man Mastermind T. G. COPPERFIELD und seine Mannen nur zu dem Entschluss beglückwünschen, die bereits vorhandenen Songs eingestampft bzw. auf Eis zu gelegt zu haben, um zum richtigen Zeitpunkt mit neuem Material ungebremst neu durchstarten zu können und das Album in nur wenigen Takes aufzunehmen. Manchmal ist weniger eben mehr!

Übrigens zeitgleich hat T. G. COPPERFIELD auch sein drittes Soloalbum „Magnolia“ veröffentlicht, das ich Euch zusammen mit „Common Buzzard Blues“ am kommenden Montag im ‚Lauschangriff’  bei ‚Easy Monday’ ausführlich vorstellen werde.


Bewertung: 5 Chicks = Rockt gewaltig, Anwärter zu den Top Alben des Jahres!