CD-Tipp

LIONCAGE – Turn Back Time


Lauschangriff – KW 38/18

LIONCAGE – Turn Back Time

(Pride & Joy Music, VÖ 21.09.2018)

Schon im Sommer 2015 als die neue AOR/ Melodic Rock-Band mit ihrem Debüt „Done At Last“ erstmals auf sich aufmerksam machen konnte, habe ich mich zu der Aussage hinreißen lassen, dass LIONCAGE wohl in der Lage sein würden, die schmerzliche Lücke, die FRONTLINE hierzulande hinterlassen haben, in naher Zukunft zu füllen.

Dieser Tage veröffentliche LIONCAGE nun mit „Turn Back Time“ ihren bereits dritten Streich. Waren die Herrschaften um die Bandgründer Lars König (Gitarre), Sänger Thorsten Bertermann und Torsten Landsberger (Schlagzeug) auf den beiden ersten Werken noch vorwiegend in seichteren Westcoast-Gefilde zugange, so schallen die zwölf Songs auf dem neuen Silberling doch deutlich abwechslungsreicher und unüberhörbar rockiger aus den Lautsprechern. Da wären beispielsweise der spannend arrangierte Opener „Heaven’s Gate“ oder das überraschend ‚kantige’ „Black Water“, zu dem die Band vorab bereits ein recht lässiges Video produziert hat, sowie die Hammernummer „So Long Ago“, zwecks der man LIONCAGE fast schon in einem Atemzug mit JOURNEY oder SURVIVOUR nennen darf. Auch Songs wie das hymnische „Blind“ oder der getragene Titeltrack, an dem Olaf Senkbeil (DREAMTIDE) tatkräftig mitgeschrieben hat, wissen schon beim ersten Hördurchgang zu überzeugen. Trotz der kräftigeren Gitarren und fetteren Grooves, haben LIONCAGE ihr feines Gespür für fesselnde Melodien und packende Hooks nicht außen vor gelassen. Nein, ganz im Gegenteil, es kommt dadurch noch mehr zum Tragen, was die ruhigeren Momente wie „Believe In Magic“ oder gar die bewegende Ballade „Let The Children Dance“ eindrucksvoll untermauern.

Um nochmals meine eingangs erwähnte Ansicht aufzugreifen: Mit „Turn Back Time“ ist es LIONCAGE tatsächlich nicht nur gelungen, die besagte Lücke in der hiesigen Musiklandschaft zu schließen, sondern sie haben damit ein Werk geschaffen, dass den internationalen Vergleich mit den großen Bands der Szenen nicht zu scheuen braucht.


Bewertung: 4,5 Chicks = Spitzen Album, mischt definitiv weit oben mit!