CD-Tipp

WOLFEN RELOADED – Changing Time


Lauschangriff – KW 26/18

WOLFEN RELOADED – Changing Time

(Volcano Records, VÖ 22.06.2018)

Obwohl die Anfänge von WOLFEN RELOADED bis in die Mitte der 80er zurückreichen (damals noch unter dem Namen WOLFEN) und ich seit jeher ein ausgemachter Kenner der südostbayrischen Rockszene bin, ist mir der Traunsteiner Vierer erst seit dem Frühjahr 2014 ein wirklich fester Begriff, als nämlich bekannt wurde, dass WOLFEN RELOADED das ‚Friends Of Metal’-Festival eröffnen würden.

Dieser Tage veröffentlichen die Mannen um Sänger Christian Freimoser mit „Changing Time“ nun endlich auch ihr Debütalbum. Seit besagtem Festival bin ich vom progressiv beeinflussten Melodic Rock und Metal-Sound sowie auch von der mitreißenden Live-Qualität der Band ziemlich beeindruckt. Selbiges untermauert das Quartett gut 4 Jahre später mit ihrer mir nun vorliegenden, 10 Songs umfassenden CD abermals gewohnt tatkräftig. Den Beginn einer sehr abwechslungsreichen und spannenden Scheibe markiert das unglaublich gewandte „Amazing“. Eine Nummer, die mich – gepaart mit einem Hauch von LED ZEPPELIN – ein wenig an die progressiven Highlights von IRON MAIDEN erinnert. Während der ‚schleppende’ Groover „All The Heroes“ mit eingängigen Melodien und wunderschönen Harmonien, sowie einem glänzenden Solo von Gitarrist Wolfgang Forstner zu fesseln weiß. Gefolgt von „A Million Faces“, das den Kennern der Band bereits aus der EP „Open Your Eyes“ (2011) bekannt sein dürfte, welches aber in der neuen Fassung natürlich noch viel ausgefeilter, kraftvoller und klarer aus den Lautsprechern sprudelt. Ein ganz besonderes Kunststück ist WOLFEN RELOADED mit dem Song „Judgement Day“ gelungen. Neben bereits genannten Elementen haben die Herrschaften diese Nummer ganz findig mit einer pfiffig-feinen Prise Reggae-Flair garniert. Als weitere Anspieltipps möchte ich Euch noch das melodische „Tomorrow Never Comes“ sowie den Albumabschluss „New Horizon“, der sich nach einem erfrischenden Acoustic-Intro zu einer markanten, aber dennoch sehr eingängigen Riffnummer entwickelt, ans Herz legen.

Fazit: Auch wenn „Changing Time“ vielleicht den ein oder anderen Hördurchgang mehr benötigt, bis es gänzlich zündet, es ist nichtsdestotrotz ein richtig spannendes Album geworden, das über die zehn prächtig in Szene gesetzten Songs (sowohl musikalisch also auch thematisch) eine stimmige Mischung aus klassischen und modernen sowie progressiven Elementen des melodischen Hard Rock und Heavy Metals erzeugt.


Bewertung: 4,5 Chicks = Spitzen Album, mischt definitiv weit oben mit!