CD-Tipp

Crucifyre – Post Vulcanic Black


Das Album der Woche – KW 7/2018

Crucifyre – Post Vulcanic Black
(Pulverised Records, V.Ö. 9.2.2018)

Crucifyre aus der schwedischen Hauptstadt Stockholm sind im Underground bereits eine gefeierte Nummer. Ihre Mischung aus Old School Death Metal, Celtic Frost, ganz viel Slayer und vereinzelten Clean-Passagen hat vielerorts bereits für Begeisterung gesorgt. Album Nummer drei „Post Vulcanic Black“ führt diese Stilmischung konsequent fort und reizt dabei die gesteckten Grenzen noch ein gutes Stück – vor allem in Richtung Melodie und Atmosphäre – weiter aus.

Mächtig erhebt sich zum Anbeginn der Titelsong mit doomigen Riffs und ganz viel „Seasons in the Abyss“-Atmosphäre. Sechs Minuten Gänsehaut… was für ein Enstieg! „Thrashing With Violence“ ist plakativ und programmatisch zugleich, hier wird die grobe Slayer-Kelle geholzt, bevor dann „Mother Superior’s Eyes“ plötzlich für Erstaunen sorgt. Gothic Rock-Klänge der Marke Christian Death / Killing Joke paaren sich mit einem wunderbar schneidenden Judas Priest-Nackenbrecher-Riff und sorgen für ein echtes Album-Highlight!

Abwechslung ist Trumpf bei Crucifyre anno 2018 und die Schweden schnüren dieses Paket mit hervorragenden und mitreißenden Kompositionen, die nie den roten Faden verlieren und bei allen noch so unterschiedlichen Einzelkomponenten ein großes rundes Ganzes ergeben. „War Chylde“ ist schöner klassicher Rumpelthrash, „Hyper Moralist“ ein weiterer fieser Doom-Batzen und in „200 Divisions“ werden dann plötzlich die ganz großen Melodien ausgepackt. Herausstechend auch „Copenhagen In The Seventies“, das – nomen est omen – Siebziger Psychedelic Rock mit hartem Metal kombiniert, sowie das „Serpentagram“, das den Hörer zum Abschluss des Albums noch an einem richtig schön düster-okkulten Ritual teilhaben lässt.

Fazit: Wer sich eine Mischung aus Slayer, Celtic Frost, The Devil’s Blood und Killing Joke vorstellen kann, der wird von „Post Vulcanic Black“ schlichtweg umgehauen werden! Großartige Songs mit tonnenweise Aha-Effekten, versehen mit einer wunderbar natürlich klingenden Produktion, die kräftig aber stets differenziert aus den Boxen drückt. Herz was willst Du mehr!?


Bewertung: 4 Chicks = Spitzen Album, setzt sich deutlich von der Masse ab!