CD-Tipp

CLAUDIA CANE – Friends


Lauschangriff – KW 03/18

CLAUDIA CANE – Friends

(Eigenproduktion, VÖ 01.12.2017)

Erstmals bespreche an dieser Stelle ein Album, das durch eine Crowdfunding-Campagne mitfinanziert wurde und seit seiner Veröffentlichung meine sämtlichen Player – sei’s nun zuhause oder unterwegs – blockiert. Die Rede ist von „Friends“, der neuen Scheibe von CLAUDIA CANE und ihrer Band.


Nachdem das letzte Album („CC/DC – A true AC/DC remake“) der Münchenerin ein reinrassiges Coverprojekt war, wartet „Friends“ nun mit überwiegend eigenen Nummern bzw. mit Songs auf, die ihr entweder auf dem Leib geschrieben oder für sie brillant umarrangiert wurden. Mit einem Song aus eigener Feder wird der bunt-rockende und mitreißende Reigen auch eröffnet. Das absolut hitverdächtige „Dancing Queen“ (zusammen geschrieben mit ihrem Bruder Andrew Cane) klingt fast so, als wäre sie tatsächlich zusammen mit AC/DC im Studio gewesen. Gefolgt von dem schmissig-rockigen und country-lastigen „Diesel“ sowie der pathetisch-groovenden Hymne „Move On/ Heroes“. Mit dem vom englischen Songwriter und Gitarristen Neil Taylor (TEARS FOR FEARS/ ROBBIE WILLIAMS) geschriebenen „Velvet Ghost“ hat CLAUDIA CANE (hier im Duett mit Billy King) sogar eine Nummer am Start, die nicht nur mit ein bisschen Glück zum Klassiker werden könnte, sondern eine, für die höchstwahrscheinlich sogar ein KID ROCK sein letztes Hemd geben würde. Dass die Ausnahmesängerin auch altehrwürdigen Klassikern durch ihren ganz besonderen Charme einen eigenen Stempel aufzudrücken vermag, ohne dem Original dabei Schaden zuzufügen, hat sie ja schon des Öfteren mehr als eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Aber wie sie der BEATLES-Nummer „With A Little Help From My Friends“, die in der Version von JOE COCKER zum Welthit avancierte, neues Leben eingehaucht hat, ist im wahrsten Sinne des Wortes ‚atemberaubend’ und würde mit Sicherheit auch eine JANIS JOPLIN vor Neid erblassen lassen. Recht funky geht’s mit „Running Wild“ zur Sache, das u. a. im Teamwork mit Holger Schulten (Bass) entstanden ist, während sich CLAUDIA CANE bei „Moon“ von ihrer Blues-Schokoladen-Seite zeigt. Letztere Nummer dürfte den Blues-Kennern auch als „The Moon Is Fool Again“, das Will Hampel alias DR.WILL zusammen seinem Freund Arjan Bakker geschrieben und auch schon in diversen Versionen veröffentlicht hat, durchaus bekannt sein. Trotzdem möchte ich „Moon“ nur bedingt als Cover stehen lassen, denn zusammen mit DR. WILL, seiner Band und seinem Bruder Schorsch Hampel (Gitarre) ist es ihr gelungenen, diesen Song in ein ganz anderes, eher lässigeres Flair zu tauchen. Abgeschlossen wird das 11 Songs umfassende und richtig knackig aufgenommene Album mit der geschmeidigen Soulnummer „Be Your Own Mother“, die komplett von Keyboarder Thomas Burlefinger komponiert und produziert wurde.

 

Langer Rede kurzer Sinn: Wo CANE draufsteht, ist CANE drin – und somit auch Qualität! – Nichts Anderes hab ich von Münchens Rockröhre Nr. 1 und ihrer Band erwartet!!!

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CLAUDIA CANE – Friends on CD


Bewertung: 5 Chicks = Rockt gewaltig, Anwärter zu den Top Alben des Jahres!