CD-Tipp

Savage Messiah – Hands Of Fate


Das Album der Woche – KW 44

Savage Messiah – Hands Of Fate
(Century Media Records, V.Ö. 27.10.2017)

Eine Band, deren Anfänge im Thrash Metal liegen, wendet sich Album für Album immer melodiöseren, dafür aber umso wuchtigeren Songstruktuen zu. Wen das entwicklungstechnisch spontan an Metallicas „Black Album“, „The Ritual“ von Testament oder auch „Youthanasia“ von Megadeth erinnert, der liegt hier richtig. Und wen die genannten Alben gefallen haben, der liegt hier musikalisch sogar goldrichtig!

Savage Messiah aus London haben genau diese Entwicklung durchlaufen. Das werden auf der einen Seite viele Fans der ersten Stunde scharf kritisieren und der Band „Ausverkauf“ vorwerfen, andererseits erschließt man sich so natürlich auch eine deutlich breitere Hörerschaft und damit eventuell endlich auch die Möglichkeit, Musik zum Beruf machen zu können. Ob dies gelingt werden die Zeit, Verkäufe und Liveauftritte zeigen, vom musikalischen Aspekt her habe ich aber auf jeden Fall keinerlei Bedenken.

„Hands Of Fate“ ist ein topmodernes Metalalbum mit viel großer Melodie bei moderatem, aber durchaus nicht zu niedrigem Härtegrad. So werden auch mit Sicherheit Fans von Bands wie Avenged Sevenfold, Trivium oder Disturbed an den Songs Gefallen finden. Zum Beispiel gleich am eröffnenden Titelsong oder dem packenden „Blood Red Road“, wo Mitsingrefrains Deluxe in ein packendes Skelett aus knackigen Riffs und pfeilschnellen Drums verpackt werden. Wie jedes Album, das mit dem „Black Album“ verglichen wird, braucht natürlich auch „Hands Of Fate“ sein „Sad But True“. Der Song heißt hier „Lay Down Your Arms“ und geht mit diesem ganz typischen Groove sofort ins Gebein, überrascht aber dann mit einer echten Hymne als Refrain. Die Melodie-Freaks kriegen mit „Fearless“ und „Out Of Time“ zwei echte Melodic Metal-Tophits dauerhaft ins Hirn eingebrannt und mit der Hymne „The Last Confession“ beweisen die britischen Hauptstädter dann nochmal große Kompositionskunst mit Akustikparts, Uptempo-Mittelpart und einem unwiderstehlichen Ohrwurm-Refrain zum Mitsingen.

Fazit: Savage Messiah beweisen mit „Hands Of Fate“ Mut, indem sie ihren Sound weg vom Thrash und hin zu melodiösem Metal mit modernen Grooves und großen Melodien verändern. Wer sich von dieser Entwicklung nicht abschrecken lässt bekommt zehn großartige Songs zu hören, die man gerne auch öfter hören mag und die auf einem Mixtape zusammen mit Enter Sandman, A Tout Le Monde, 1000 Fists In The Air und Hail To The King sicherlich perfekt passen. Macht Spaß!


Bewertung: 4 Chicks = Spitzen Album, setzt sich deutlich von der Masse ab!4-Chicks