CD-Tipp

Jack Starr’s Burning Starr – Stand Your Ground


Das Album der Woche – KW 34

Jack Starr’s Burning Starr – Stand Your Ground
(High Roller Records, V.Ö. 25.8.2017)

Jack Starr und seine Truppe Burning Starr aus New York City sind quasi schon so etwas wie Szene-Urgesteine. Von 1985 bis 1990 waren sie mit ihren vier Alben mehr als nur ein Insider-Tipp und mit Leuten wie Greg D’Angelo (Bass – White Lion, Anthrax), Mark Edwards (Drums – Original Sin, Rhett Forrester), David DeFeis (Keys – Virgin Steele) oder Mike Tirelli (Vocals – Messiah’s Kiss, Holy Mother) gaben sich hier auch durchaus schon namhafte Musiker die Klinke in die Hand.

Seit 2009 ist die Band nun wieder aktiv und auch das heutige Line-Up lässt aufhorchen: neben Gitarrist und Mastermind Jack Starr sorgen ex Manowar-Drummer Rhino, ex Guardians Of The Flame-Bassist Ned Meloni und Riot V-Sänger Todd Michael Hall für musikalische Klasse und Kompetenz. Und das merkt man dem neuen, ihrem siebten Album „Stand Your Ground“ auch an. Die Songs besitzen allesamt Klasse, kompositorische Tiefe, Spannung und Abwechslung und wirken dabei trotzdem völlig spontan und aus dem Bauch heraus.

Dass es beim genannten Personal eine Reise durch alle Spielarten des klassischen Heavy Metals gibt, ist fast selbsterklärend. Bereits der flotte Opener „Secrets We Hide“ besticht durch knackige Riffs und ’ner geilen Chrorus-Hookline, bevor einen dann mit „The Enemy“ ein echter Uptempo-Nackenbrecher mitsamt wahnsinns Gitarrensolo anspringt. Der über zehnminütige Titelsong bietet der Band dann Platz, sich instrumental so richtig auszutoben, „The Sky Is Falling“ ist großartiger Melodic Metal mit schönem Mitsing-Refrain und mit „Worlds Apart“ hat sich sogar – so wie sich das auf Old School Metal-Platten nunmal gehört – eine (angenehm unkitschige) Powerballade mit auf das Album geschlichen. Das abschließende, epische „To The Ends“ rundet dann ein mit 75 Minuten Spieldauer zwar sehr langes, aber keinesfalls langatmig ausgefallenes Album perfekt ab. Produzent Bart Gabriel und Mischer Kevin Burnes erfreuen uns zudem mit einer kräftigen, wunderbar natürlich klingenden Old-School-Produktion, die die Gitarrenriffs und auch den fantastischen Gesang hervorragend in Szene setzt.

Fazit: Jack Starr’s Burning Starr bieten mit „Stand Your Ground“ definitiv Value for Money. Wer über 75 Minuten die Spannung und den Hörspaß ohne nennenswerte Durchhänger aufrecht erhalten kann, der versteht definitiv sein Handwerk. Für Freunde des klassischen 80er-Jahre Heavy Metals ein absolutes Muss und eine perfekte Möglichkeit, die „gute alte Zeit“ mal wieder abzufeiern.


Bewertung: 4 Chicks = Spitzen Album, setzt sich deutlich von der Masse ab!4-Chicks