CD-Tipp

Review: Iced Earth – Incorruptible


Das Album der Woche – KW 25

Iced Earth – Incorruptible

(Century Media Records, V.Ö. 16.6.2017)

Nach einer 1-jährigen Schaffenspause, bedingt durch Mastermind Jon Schaeffers gesundheitliche Probleme, legen Iced Earth nun mit „Incorruptible“ ihr insgesamt 13. Studioalbum vor, zugleich das dritte mit Sänger Stu Block. Und die Jungs aus Tampa, Florida machen genau da weiter, wo der Vorgänger „Plagues Of Babylon“ aufhörte: mit einfach nur grandiosen Songs!

Stu Block ist längst mit der Band zu einer festen Einheit verschmolzen und singt schlichtweg wie ein junger Gott! Die Zeit, in der man Matt Barlow nachtrauerte sollte endgültig vorbei sein! Gleich der Opener „Great Heathen Army“ überzeugt mit schnellen, schndeidenden Riffs und einer echten Hymne als Refrain und lässt irgendwie gutes altes „The Dark Saga“-Flair aufkommen. Und dieses Flair begleitet einen durch das ganze Album: Mit „Seven Headed Whore“ und „Defiance“ sind echte Nackenbrecher der Marke „Vengeance Is Mine“ vorhanden und auf der anderen Seite gibt es mit „Raven Wing“ und vor allem „The Veil“ wieder diese unwiderstehlichen Ohrwürmer wie einst bei „The Hunter“ oder „I Died Four You“. Und einen epischen Abschluss-Longtrack gibt’s diesmal mit „Clear The Way (December 13th, 1862)“ auch. Trotz alledem sind Iced Earth natürlich weit von einem Selbstplagiat entfernt! Alle Songs klingen frisch und topaktuell und man hört ihnen die Liebe zum Detail an, mit der sich die Band an die Arrangements gemacht hat. Abgrundet wird das Album von einer wunderbar reduzierten, natürlich klingenden, aber dennoch mächtig drückenden Produktion, bei der Jon Schaeffer zusammen mit Engineer „Zeuss“ wahrlich ganze Arbeit geleistet hat.

Fazit: Iced Earth erleben seit Stu Blocks Einstieg ihren zweiten Frühling und sind wieder so stark wie zu seligen Mid-90er-Zeiten. „Incorruptible“ wird jedem Fan der Band definitiv gefallen und im Bereich Power Metal setzt sich die Band in der Jahreswertung damit erstmal auf die Spitzenposition!


Bewertung: 4,5 Chicks = Spitzen Album, mischt definitiv ganz oben mit!