CD-Tipp

Review: Life Of Agony – A Place Where There’s No More Pain


Das Album der Woche – KW 18

Life Of Agony – A Place Where There’s No More Pain

(Napalm Records, V.Ö. 28.4.2017)

Life Of Agony haben ihren Ursprung im New Yorker Stadtteil Brooklyn und der dort verwurzelten Hardcore-Szene. Mit den ersten beiden Alben „River Runs Red“ und „Ugly“ konnte man auch sehr schnell große Erfolge feiern. In der Folge wendete man sich immer mehr dem Alternative Rock zu, löste sich nach dem vierten Album „Broken Valley“ im Jahre 2005 dann aber auf.

Nun also die Rückkehr in der Originalbesetzung, nur mit der Besonderheit, dass aus Frontmann Keith Kaputo nach dessen Transgender-Outing inzw. Frontfrau Mina Caputo wurde und die Stimme durchaus ein bißchen heller erklingt wie früher. Die aufwühlenden und packenden Gefühlsausbrüche hat sie aber drauf wie eh und je. Auch insgesamt wurde der Sound des Vierers generalüberholt. Hardcore und Alternative Rock sind natürlich nach wie vor vorhanden, das Fundament bildet aber erdiger, knackiger Heavy Rock. Und diese Mischung befördert die Band perfekt ins Jahr 2017. Ob im Opener „Meet My Maker“, bei „Bag Of Bones“ oder im „Song For The Abused“: alles groovt und rockt bei Bergen von Riffs und tollen Melodien, immer bei einem Mindestgrad an Härte und Tiefgang. „A Place Where There’s No More Pain“ ist nämlich alles andere als ein Mainstream-Album. Zuhören und Caputos Lyrik auf sich wirken lassen lohnt sich hier definitiv.

Eine gelungene Rückkehr der New Yorker Band, die mit diesem Album von ihrer Fanbase mit offenen Armen empfangen werden wird und die mit Sicherheit auch neue Fans damit hinzugewinnen sollte.


Bewertung: 4 Chicks = Spitzen Album, setzt sich deutlich von der Masse ab!4-Chicks