CD-Tipp

Review: Body Count – Bloodlust


Das Album der Woche – KW 14

Body Count – Bloodlust

(Century Media Records, V.Ö. 31.3.2017)

In der ersten Hälfte der 90er-Jahre sorgten die US-Rapper Ice-T und Ernie C. für Aufsehen, als sie ihre Vorliebe für Metal-Klänge bekanntgaben und mit ihrer Band Body Count und ihrem gleichnamigen Debut-Album einen fetten Metal-Rap-Crossover-Kracher präsentierten. „Cop Killer“ sorgte für den nötigen kleinen Skandal und „Body Count’s In The House“ sowie zwei Jahre später „Born Dead“ füllten allenorts die Tanzflächen der Rockclubs.

25 Jahre später kommt nun Album Nummer sechs und an der Durchschlagskraft und Faszination hat sich seitdem nichts verändert: Breitwand-Gitarrenriffs, dick groovende Beats und dazu Ice-T’s wütend herausgeschriene Raps, das geht immer noch durch Mark und Bein, lässt keinen Fuß ungewippt und keine Faust ungereckt. Wenn sich dann auch noch die Prominenz die Türklinke in die Hand gibt, so ist auch für die nötige Abwechslung gesorgt. So liefert Dave Mustaine ein paar feine Soli, Max Cavalera verpasst „All Love is Lost“ einen unfassbaren Punch und auch Randy Blythe weiß bei Walk With Me zu brillieren.

Fazit: ein cooler Retro-Trip in die Zeit des Metal-Rap-Crossovers, der aufgrund seiner bissigen, sozialkritischen Lyrics aktueller nicht sein könnte!


Bewertung: 4 Chicks = Spitzen Album, setzt sich deutlich von der Masse ab!4-Chicks