Alle Artikel in: CD-Tipp

Michael Schenker Fest – Resurrection

Das Album der Woche – KW 10/2018 Michael Schenker Fest – Resurrection (Nuclear Blast Records, V.Ö. 2.3.2018) Michael Schenker, ex-Scoprions-Gitarrist und genannt „the German Wunderkind“, sorgte 2016 mit einigen Liveshows unter dem Banner „Michael Schenker Fest“ für Aufsehen und ein echtes Staraufgebot. Umso spannender, dass er dieses Projekt nun auch mit „Resurrection“ auf einem Studioalbum mit nagelneuen Songs verewigt.

Necrophobic – Mark Of The Necrogram

Das Album der Woche – KW 9/2018 Necrophobic – Mark Of The Necrogram (Century Media Records, V.Ö. 23.2.2018) Necrophobic aus Stockholm schlugen in der Extrem-Metal-Szene bereits 1993 mit ihrem Debut-Album „The Nocturnal Silence“ ein wie eine Bombe. Das besondere daran: die Schweden pfiffen einfach auf die damals schwelende Rivalität zwischen Black und Death Metal Fans und kombinierten beide Stilrichtungen einfach zu je rund 50%. Das Ergebnis sprach für sich: die rasenden Drums, mächtigen Riffs und opulenten Düstermelodien überzeugten auf ganzer Linie.

Cypecore – The Alliance

Das Album der Woche – KW 8/2018 Cypecore – The Alliance (Vaultroom Records, V.Ö. 16.2.2018) CYPECORE aus Sinsheim konnten sich in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf als sehr gute und einzigartige Liveband erspielen. Ihre Show mit ihren mit leuchtenden LED-Symbolen ausgestatteten Outfits ist futuristisch und natürlich ein Eyecatcher aller erster Güte. Passend dazu die Musik: Harter, moderner Groove Thrash Metal mit viel Industrial und Synthie.

Crucifyre – Post Vulcanic Black

Das Album der Woche – KW 7/2018 Crucifyre – Post Vulcanic Black (Pulverised Records, V.Ö. 9.2.2018) Crucifyre aus der schwedischen Hauptstadt Stockholm sind im Underground bereits eine gefeierte Nummer. Ihre Mischung aus Old School Death Metal, Celtic Frost, ganz viel Slayer und vereinzelten Clean-Passagen hat vielerorts bereits für Begeisterung gesorgt. Album Nummer drei „Post Vulcanic Black“ führt diese Stilmischung konsequent fort und reizt dabei die gesteckten Grenzen noch ein gutes Stück – vor allem in Richtung Melodie und Atmosphäre – weiter aus.

SAINTED SINNERS – Back With A Vengeance

Lauschangriff – KW 07/18 SAINTED SINNERS – Back With A Vengeance (El Puerto Records, VÖ 16.02.2018) Ziemlich auf den Tag genau ein Jahr nach ihrem großartigen Debüt werden SAINTED SINNERS dieser Tage mit dem Nachfolger „Back With A Vengeance“ vorstellig. Da das selbstbetitelte Debüt der Band um Ausnahmegitarrist Frank Pané (BONFIRE) und Sänger David Reece (BANGALORE CHOIR) zu meinen persönlichen Lieblingsscheiben des vergangenen Jahres gehört, bin ich natürlich mit sehr hochgesteckten Erwartungen an das neue Werk der Herren herangegangen. Eröffnet wird „Back With A Vengeance“ mit dem überaus dynamischen Hammer-Epos „Rise Like A Phoenix“. Die Nummer ist geprägt von einigen ideenreichen Tempo- und packenden Harmoniewechsel. Es geht über knapp 8min ständig auf und ab, eben fast wie im echten Leben. Gefolgt von der bereits im Vorfeld veröffentlicht Single „Burnin’ The Candle“, einem sehr eingängigen, richtig vorwärts rockenden Song, und dem etwas VAN HALEN-lastigen sowie leicht swingenden Titeltrack. Dieses äußerst energiegeladene  Eröffnungstrio zeigt auch unweigerlich den Hauptunterschied zum Erstling auf. „Back With A Vengence“ ist noch eine ordentliche Schippe gitarrenorientiert als sein selbstbetitelter Vorgänger. Waren die Keyboards auf …

Saxon – Thunderbolt

Das Album der Woche – KW 6/2018 Saxon – Thunderbolt (Silver Lining Music, V.Ö. 2.2.2018) Saxon sind eine lebende Legende! Seit Ende der 70er-Jahre am Start, bildeten sie zusammen mit Iron Maiden und Judas Priest die „großen Drei“ der New Wave of British Heavy Metal. Songs wie „Wheels Of Steel“, „Crusader“ oder „Solid Ball Of Rock“ kennt und liebt jeder Rock- und Metal-Fan und 39 Jahre nach ihrem Debut-Album erscheint mit „Thunderbolt“ das nun sage und schreibe 23. Studioalbum der Band rund um Frontmann Biff Byford und Gitarrist Paul Quinn.

Phil Campbell And The Bastard Sons – The Age Of Absurdity

Das Album der Woche – KW 5/2018 Phil Campbell And The Bastard Sons – The Age Of Absurdity (Nuclear Blast Records, V.Ö. 26.1.2018) Gibt es ein Leben nach Motörhead? Für Gitarrist Phil Campbell muss man diese Frage ganz klar mit Ja beantworten, denn mit seiner neuen Band The Bastard Sons und deren Debut-Album „The Age Of Absurdity“ präsentiert er sich quicklebendig und runderneuert!

MICHAEL VOSS – Remember… Yesterday

Lauschangriff – KW 05/18 MICHAEL VOSS – Remember… Yesterday (Kidroom Music, VÖ 21.01.2018) Mit „Remember… Yesterday“ liegt mir diesmal eine ganz besondere Scheibe zur Besprechung/ zum ‚Lauschangriff’ vor, und dies gleich in zweifacher Hinsicht: Zum einen ist das auf 300 Stück limitierte Soloalbum von MICHAEL VOSS eine reinrassige, aber sehr persönliche Coverscheibe, und zum anderen führen mich die 12 darauf enthaltenen Songs unweigerlich in meine eigene Kindheit zurück, auch wenn sich meine Auswahl vielleicht ein klein wenig anders anhören dürfte. Dass die musikalischen Kindheits- bzw. Jugendtagetage von MICHEAL VOSS (PHANTOM V, MAD MAX, WOLFPAKK, ex-DEMON DRIVE/ CASANOVA) eindeutig in den 70ern liegen, hat er uns schon durch einige pfiffige Coversongs mit seinen verschiedenen Bands (u. a. mit CLIFF RICHARDs „Devil Woman“ in der fetzigen Version DEMON DRIVE) unmissverständlich nahegebracht. Mit „Remember… Yesterday“ hat er sich nun einen langgehegten Traum verwirklicht und huldigt gleich mit einem kompletten Album den Idolen und Songs seiner Jugend: wie etwa DAVID CASSIDY („Rock Me Baby“), JOHN MILES („Remember Yesterday“) oder TERRY JACKS („If You Go Away“). Anhand dieser kleinen Auswahl wird auch schon der …

Audrey Horne – Blackout

Das Album der Woche – KW 3/2018 Audrey Horne – Blackout (Napalm Records, V.Ö. 12.1.2018) Die Norweger Audrey Horne haben sich in den letzten Jahren den Ruf als einer der besten Hardrock-Bands der heutigen Zeit kontinuierlich erspielt. Vor allem ihre energiegeladenen Club-Liveshows mit ihrer beispiellosen Interaktion mit dem Publikum sind legendär und sollte unbedingt jeder mal gesehen haben.

CLAUDIA CANE – Friends

Lauschangriff – KW 03/18 CLAUDIA CANE – Friends (Eigenproduktion, VÖ 01.12.2017) Erstmals bespreche an dieser Stelle ein Album, das durch eine Crowdfunding-Campagne mitfinanziert wurde und seit seiner Veröffentlichung meine sämtlichen Player – sei’s nun zuhause oder unterwegs – blockiert. Die Rede ist von „Friends“, der neuen Scheibe von CLAUDIA CANE und ihrer Band. Nachdem das letzte Album („CC/DC – A true AC/DC remake“) der Münchenerin ein reinrassiges Coverprojekt war, wartet „Friends“ nun mit überwiegend eigenen Nummern bzw. mit Songs auf, die ihr entweder auf dem Leib geschrieben oder für sie brillant umarrangiert wurden. Mit einem Song aus eigener Feder wird der bunt-rockende und mitreißende Reigen auch eröffnet. Das absolut hitverdächtige „Dancing Queen“ (zusammen geschrieben mit ihrem Bruder Andrew Cane) klingt fast so, als wäre sie tatsächlich zusammen mit AC/DC im Studio gewesen. Gefolgt von dem schmissig-rockigen und country-lastigen „Diesel“ sowie der pathetisch-groovenden Hymne „Move On/ Heroes“. Mit dem vom englischen Songwriter und Gitarristen Neil Taylor (TEARS FOR FEARS/ ROBBIE WILLIAMS) geschriebenen „Velvet Ghost“ hat CLAUDIA CANE (hier im Duett mit Billy King) sogar eine Nummer am Start, die …

AMMOURI – Dare To Be Happy

Lauschangriff – KW 02/18 AMMOURI – Dare To Be Happy (Pride & Joy Music, VÖ 12.01.2018) Bisher konnte sich Marina AMMOURI – allem voran in ihren schwedischen Heimat und im angrenzenden Ausland – einen Namen als Songwriterin, Musikproduzentin und Model machen. Dieser Tage veröffentlicht sie nun ihr Debüt „Dare To Be Happy“ und das hat’s gehörig in sich. Als Appetizer wurde bereits Ende Oktober 2017 die Single „Monster Of Your Own Creation“ veröffentlicht. – Ein düster groovender Tanzbodenstampfer, der einem 4½ min Gänsehaut pur beschert. Man stelle sich nur die sinnlich-anrüchige Stimme von AMANDA LEAR gepaart mit der unbändigen Power und Energie von DORO vor. Deutlich heftiger und kantiger geht’s allerdings beim Opener „Fill Your Heart With Love“ zur Sache, das u. a. im Hintergrund mit dezent eingestreuten, orientalisch anmutenden Orchesterparts Akzente zu setzen weiß. Die eh schon recht – im positivsten Sinne des Wortes – eigenwillige Stilrichtung wird bei „Manipulation“ noch mit einem Hauch Dramatik verfeinert, die den Fans von JUTTA WEINHOLD nicht ganz fremd sein dürfte. Als weitere vereinnahmende Überzeugungsargumente drängen sich der Titeltrack, welcher ziemlich tempovariabel sowie …

BOWMEN – Mission 27°59’17“N 86°55’31“E

Lauschangriff – KW 51 BOWMEN – Mission 27°59’17“N 86°55’31“E (Eigenproduktion, VÖ 01.12.2017) Den Stammzuhörern meiner Sendungen dürfte bisher nur schwerlich entgangen sein, dass mein Hauptohrenmerk der deutschen Rock- und Blues-Szene gehört – insbesondere natürlich derer aus dem südostbayerischen Raum und dem Großraum München. BOWMEN sind mir seit der Christmas Rock Party 2017 von HAMMERSCHMITT als mitreißender und cooler Live-Act bestens bekannt, nun ist das Power-Trio aus München mit seinem Debüt „Mission 27° 59′ 17″ N 86° 55′ 31″ E“ am Start und was soll ich sagen? – Wow, ich bin ehrlich gesagt restlos überwältigt von den 11 Songs, die sich sowohl stilistisch als auch thematisch vielschichtig präsentieren, aber dennoch als Gesamtwerk irgendwie in sich geschlossen wirken. Egal ob nun leicht punky und straight rockend („Fire“), schmissig-rockig („If You Think“) oder sphärisch-düster groovend („Give Silence A Sound“) die Band trifft mit jedem Takt den Nerv des geneigten Zuhörers. Dabei nehmen sich BOWMEN auch sehr ernsten Themen wie Gewalt und Krieg an, wie z. B. in der eingängigen, aber dennoch sehr bedrohlich-swingenden Nummer „War“ oder verarbeiten sehr …

Sadauk – A New Dawn

Das Album der Woche – KW 50 Sadauk – A New Dawn (Pure Legend Records, V.Ö. 8.12.2017) Düsteren Metal irgendwo zwischen Crematory, den klassischen „Beauty and the Beast“-Gothic Metal-Bands der Neunziger und aktuellen Nightwish präsentieren uns SADAUK auf ihrem Debut-Album „A New Dawn“.

T. G. COPPERFIELD – The Worried Man

Lauschangriff – KW 50 T. G. COPPERFIELD – The Worried Man (Timzone Records, VÖ 15.12.2017) Es ist noch keine 11 Monate her, dass uns T.G. COPPERFIELD mit seinem selbstbetitelten Solodebüt begeistert hat. Dieser Tage legt der Songwriter und Gitarrist der Regensburger Bluesrocker 3 DAYZ WHIZKEY mit seiner Rock ’N’ Roll-Oper „The Worried Man“ bereits Album Nr. 2 nach, und das hat’s erneut gehörig in sich! Wie bereits auf dem Erstling lässt sich Tilo Preißer, wie T.G. mit bürgerlichem Namen heißt, nicht so einfach in eine Schublade stecken. Zwar handelt es sich – wie schon eingangs erwähnt – um eine Rock ’N’ Roll-Oper, aber während der 12 überaus vielschichtigen Songs auf „The Worried Man“ verschwimmen die Grenzen sehr gekonnt zwischen den einzelnen Genres und bilden ein äußerst spannendes, organisches und in sich geschlossen wirkendes Gesamtwerk. Sei’s nun „Something Wrong“, das mich stellenweise an RICK SPRINGFIELD erinnert, oder das  bluesy „Down In The Mud“ oder gar der beschwingte Rock ’N’ Roller „Shame, Shame, Shame“. Weitere Farben ins Spiel bringen sowohl das lässig-schlendernde „Who Will Stop The Rain“ und das …

Crom – When Northmen Die

Das Album der Woche – KW 49 Crom – When Northmen Die (Pure Steel Records, V.Ö. 1.12.2017) Als der Landshuter Musiker Walter „Crom“ Grosse im Jahre 2000 die Black Metal-Band Dark Fortress verließ, entschloss er sich, ganz im Stile von Bathorys epischen Momenten ein „Majestic Melodic Metal“-Projekt auf die Beine zu stellen. Mit „When Northmen Die“ präsentiert er uns unter dem Bandnamen Crom nun sein inzwischen drittes Studioalbum und zieht uns darauf mit seiner fulminanten Mischung aus Viking-, Melodic und Power Metal von der ersten Sekunde an in den Bann.

Loch Vostok – Strife

Das Album der Woche – KW 48 Loch Vostok – Strife (ViciSolum Productions, V.Ö. 24.11.2017) „Extreme Progressive Metal“ von einer Band mit dem ungewöhnlichen Namen LOCH VOSTOK… das lässt auf den ersten Blick arg verschwurbeltes erahnen. Aber: so wild ist das alles nicht, ganz im Gegenteil: „Strife“, so der Name des Werkes, ist ein durch und durch wunderbares und faszinierendens Album geworden!

BROENNI – Taming The Winds

Lauschangriff – KW 48 BROENNI – Taming The Winds (Eigenproduktion, VÖ 11.09.2017) Den Kennern meiner Sendungen dürfte BROENNI bestimmt kein Unbekannter mehr sein. Sei’s nun als Songwriter, Leadsänger und Gitarrist von ORYMUS, als Stimme bei den Berner Hardrockern 2BAD oder eben in eigener Sache – also Solo. Ende des vergangenen Jahres hat er mit „Calm Before The Storm“ bereits ein sehr beeindruckendes Album veröffentlicht, das sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lässt. Genauso verhält es sich auch mit seinem neuen, mittlerweile dritten Album „Taming The Winds“, das – wie der Titel schon erahnen lässt – auch thematisch am (streng auf 120 Stück limitierten) Vorgänger angelehnt ist. Das Album enthält 9 Songs, die durch ihre stilistische Vielfalt und charakteristischen Gegensätzlichkeiten bestechen. Angefangen vom Opener „Welcome To Watamu“, der mächtig im Afro-Style groovt über das beschwingte „Busy“, das stellenweise ziemlich funky daherkommt und im Mittelteil einen Hauch von Flamenco-Feeling verbreitet, bis hin zum abwechslungsreichen Rocker „By The Light Of Day“ (GUNS N’ ROSES meets AC/DC). Als Dialekt-Freak haben’s mir persönlich natürlich die beiden Nummern im …

Santa Cruz – Bad Blood Rising

Das Album der Woche – KW 46 Santa Cruz – Bad Blood Rising (M-Theory Audio, V.Ö. 10.11.2017) „Bigger riffs, better hooks, badder attitude“ versprechen uns Santa Cruz aus der finnischen Hauptstadt Helsinki im Titelbild ihrer Facebook-Seite vollmundig. Dazu ein sehr cooles schwarz-weiß Cover im Tattoo-Style samt Totenschädel… macht auf jeden Fall schonmal Bock auf mehr. Und dieses mehr, das hört auf den Namen „Bad Blood Rising“ und bietet knackigen Hard Rock an der Grenze zum Melodic Metal, sehr modern intoniert und damit in guter musikalischer Nachbarschaft zu Bands wie Sixx:A.M., Crazy Lixx oder Fozzy.

VICE – Veni Vidi Vice

Lauschangriff – KW 46 VICE – Veni Vidi Vice (Lictoc Music/ Pride & Joy Music, VÖ 17.11.2017) Was hab ich gerade dieses Comeback herbeigesehnt!?! 27 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Second Excess“ kehren die Münchner Party Hard Rocker VICE dieser Tage mit dem Nachfolger „Veni Vedi Vice“ zurück. Zwar hat die Band 1995 mit „Shhh..!“ noch ein weiteres Album produziert, das damals aber aufgrund von Label- und dezentem Stilwechsel unter dem Namen WET PAINT veröffentlicht wurde. Auf dem neuesten Streich ist vom damaligen LineUp nur noch Chris „Yps“ Limburg (ex-BONFIRE) mit von der Partie, aber trotzdem zieht das bejahende Lebensgefühl und der witzgetränkte Party-Geist, für den VICE Ende 80er/ Anfang der 90er berühmt-berüchtigt waren, auch wie ein roter Faden durch „Veni Vidi Vice“. Vorab wurde diesen Sommer ja bereits mit „Where Do I Belong?“ eine witzig, frisch-rockende und äußerst unterhaltsame Kostprobe als sogenannte Video-Single veröffentlicht, die meine Erwartungen an ein komplettes Album ziemlich hochgeschraubt haben. Ich muss zugeben, dass ich dann doch ziemlich überrascht war, als gleich zu Beginn der Scheibe mit der Neuaufnahme von „Hot …

Moonspell – 1755

Das Album der Woche – KW 45 Moonspell – 1755 (Napalm Records, V.Ö. 3.11.2017) Moonspell aus Portugal kann man definitiv als einen der Vorreiter des Gothic Metal Anfang/Mitte der 90er Jahre bezeichnen. Mit ihren Alben „Wolfheart“ und „Irreligious“ haben sie absolute Szeneklassiker veröffentlicht. In der Folge versuchte man sich an allerlei Stilvariationen von seichtem Gothic Rock bis hin zum brachialen Death Metal und ging in dieser Zeit durch so einige Höhen und Tiefen. Ihr letztes Album „Extinct“ zeigte die Band aber von ihrer allerbesten Seite und darf durchaus als Geniestreich und als einer der Höhepunkte in ihrer Diskografie bezeichnet werden.

SHAKRA – Snakes & Ladders

Lauschangriff – KW 45 SHAKRA – Snakes & Ladders (AFM Records, VÖ 10.11.2017) Ohne viel Wind und Wirbel im Vorfeld, also fast schon heimlich, still und leise kommen SHAKRA mit ihrem mittlerweile 11. Studioalbum „Snakes & Ladders“ ums Eck. Aber Stopp! – leise?!? – trifft auf Album Nr. 2 nach der Rückkehr von Sänger Mark Fox dann zum Glück nahezu überhaupt nicht zu! Dem widersprechen u. a. solche Songs wie der mörderisch-beschwingte Groover „Friday Nightmare“ oder der Uptempo-Kracher „I Will Rise Again“ sowie das lässig vorwärtspeitschende „Fire In My Veins“. Außerdem haben die Schweizer mit „Something You Don’t Understand“ einen Midtempo-Stampfer allererste Güte am Start, der sich fast schon wieder „hinterfotzig“ durch die Ohrwindungen schlängelt, um sich dann im Gehörzentrum vehement festzusetzen. Und nicht zu vergessen, der kolossale Opener – mit dem episch-dramatischen „Cassandra’s Curse“ präsentieren sich Shakra von einer Seite, die man in dieser Intensität von den Schweizern bisher noch nicht gekannt hat. Die Freunde der sanfteren Klänge kommen hingegen mit der Ballade „Open Water“ und der pfiffig komponierten Hymne „The End Of Days“ voll …

Savage Messiah – Hands Of Fate

Das Album der Woche – KW 44 Savage Messiah – Hands Of Fate (Century Media Records, V.Ö. 27.10.2017) Eine Band, deren Anfänge im Thrash Metal liegen, wendet sich Album für Album immer melodiöseren, dafür aber umso wuchtigeren Songstruktuen zu. Wen das entwicklungstechnisch spontan an Metallicas „Black Album“, „The Ritual“ von Testament oder auch „Youthanasia“ von Megadeth erinnert, der liegt hier richtig. Und wen die genannten Alben gefallen haben, der liegt hier musikalisch sogar goldrichtig!

SOULDRINKER – War Is Coming

Lauschangriff – KW 44 SOULDRINKER – War Is Coming (El Puerto Records, VÖ 03.11.2017) Nach zwei in Eigenregie veröffentlichten EPs (Semper Fidelis I+II) legt die Stuttgarter Metal-Combo SOULDRINKER nun mit „War Is Coming“ endlich ihr Debüt-Album nach. – Und was für eines: ein echt mächtiges Brett mit 10 amtlichen und energiegeladenen Krachern. Eine schwer beeindruckende Melange aus donnernden und gewaltigen Riffs, mörderisch-drückenden Grooves und brillanten Melodien fesseln den Zuhörer. – Angefangen vom bereits im Vorfeld veröffentlichten Opener und Dampfhammer „Let The King Bleed“, über den mit melodischen Chören sowie abwechslungsreichen Gitarrenparts verstrickten Groover „Promised Land“ (absolut hitverdächtig!!!) und „To The Tick“, das durch sein raffiniertes Wechselspiel zwischen balladesken Elementen und fetten Doublebass-Attacken zu glänzen weiß, bis hin zum treibend-melodischen Abschluss „Final Stand“. Man merkt einfach zu jeder Sekunde, dass hier jedes einzelne Bandmitglied sein Fach versteht. Sei’s nun Sängerin Iris Boanta mit ihrer rauen, aber melodischen Wahnsinnröhre, Gitarrist Markus Pohl (MYSTIC PROPHECY) oder die dynamische Rhythmusfraktion mit Chris Rodens (Bass) und Schlagzeuger Steffen Theurer. Gekrönt wird das moderne und kompromisslose Metal-Album von einer fetten und kraftstrotzenden Produktion, …

Vuur – In This Moment We Are Free – Cities

Das Album der Woche – KW 43 Vuur – In This Moment We Are Free – Cities (InsideOut Music, V.Ö. 20.10.2017) Anneke van Giersbergen wurde Mitte der Neunziger bekannt, als sie bei der niederländischen Gothic Metal-Formation The Gathering als neue Sängerin vorgestellt wurde und sich auf ihrem Debut „Mandylion“ mit ihrer glockenhellen, gefühlvollen und doch so kraftvollen Stimme sofort in der Herzen der Metal Fans weltweit sang. Diese Kollaboration bestand immerhin über 13 Jahre, 6 Alben und diverse musikalische Experimente, bevor Anneke die Band verließ, um solo neue Wege einzuschlagen.