Alle Artikel in: CD-Tipp

Santa Cruz – Bad Blood Rising

Das Album der Woche – KW 46 Santa Cruz – Bad Blood Rising (M-Theory Audio, V.Ö. 10.11.2017) „Bigger riffs, better hooks, badder attitude“ versprechen uns Santa Cruz aus der finnischen Hauptstadt Helsinki im Titelbild ihrer Facebook-Seite vollmundig. Dazu ein sehr cooles schwarz-weiß Cover im Tattoo-Style samt Totenschädel… macht auf jeden Fall schonmal Bock auf mehr. Und dieses mehr, das hört auf den Namen „Bad Blood Rising“ und bietet knackigen Hard Rock an der Grenze zum Melodic Metal, sehr modern intoniert und damit in guter musikalischer Nachbarschaft zu Bands wie Sixx:A.M., Crazy Lixx oder Fozzy.

VICE – Veni Vidi Vice

Lauschangriff – KW 46 VICE – Veni Vidi Vice (Lictoc Music/ Pride & Joy Music, VÖ 17.11.2017) Was hab ich gerade dieses Comeback herbeigesehnt!?! 27 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Second Excess“ kehren die Münchner Party Hard Rocker VICE dieser Tage mit dem Nachfolger „Veni Vedi Vice“ zurück. Zwar hat die Band 1995 mit „Shhh..!“ noch ein weiteres Album produziert, das damals aber aufgrund von Label- und dezentem Stilwechsel unter dem Namen WET PAINT veröffentlicht wurde. Auf dem neuesten Streich ist vom damaligen LineUp nur noch Chris „Yps“ Limburg (ex-BONFIRE) mit von der Partie, aber trotzdem zieht das bejahende Lebensgefühl und der witzgetränkte Party-Geist, für den VICE Ende 80er/ Anfang der 90er berühmt-berüchtigt waren, auch wie ein roter Faden durch „Veni Vidi Vice“. Vorab wurde diesen Sommer ja bereits mit „Where Do I Belong?“ eine witzig, frisch-rockende und äußerst unterhaltsame Kostprobe als sogenannte Video-Single veröffentlicht, die meine Erwartungen an ein komplettes Album ziemlich hochgeschraubt haben. Ich muss zugeben, dass ich dann doch ziemlich überrascht war, als gleich zu Beginn der Scheibe mit der Neuaufnahme von „Hot …

Moonspell – 1755

Das Album der Woche – KW 45 Moonspell – 1755 (Napalm Records, V.Ö. 3.11.2017) Moonspell aus Portugal kann man definitiv als einen der Vorreiter des Gothic Metal Anfang/Mitte der 90er Jahre bezeichnen. Mit ihren Alben „Wolfheart“ und „Irreligious“ haben sie absolute Szeneklassiker veröffentlicht. In der Folge versuchte man sich an allerlei Stilvariationen von seichtem Gothic Rock bis hin zum brachialen Death Metal und ging in dieser Zeit durch so einige Höhen und Tiefen. Ihr letztes Album „Extinct“ zeigte die Band aber von ihrer allerbesten Seite und darf durchaus als Geniestreich und als einer der Höhepunkte in ihrer Diskografie bezeichnet werden.

SHAKRA – Snakes & Ladders

Lauschangriff – KW 45 SHAKRA – Snakes & Ladders (AFM Records, VÖ 10.11.2017) Ohne viel Wind und Wirbel im Vorfeld, also fast schon heimlich, still und leise kommen SHAKRA mit ihrem mittlerweile 11. Studioalbum „Snakes & Ladders“ ums Eck. Aber Stopp! – leise?!? – trifft auf Album Nr. 2 nach der Rückkehr von Sänger Mark Fox dann zum Glück nahezu überhaupt nicht zu! Dem widersprechen u. a. solche Songs wie der mörderisch-beschwingte Groover „Friday Nightmare“ oder der Uptempo-Kracher „I Will Rise Again“ sowie das lässig vorwärtspeitschende „Fire In My Veins“. Außerdem haben die Schweizer mit „Something You Don’t Understand“ einen Midtempo-Stampfer allererste Güte am Start, der sich fast schon wieder „hinterfotzig“ durch die Ohrwindungen schlängelt, um sich dann im Gehörzentrum vehement festzusetzen. Und nicht zu vergessen, der kolossale Opener – mit dem episch-dramatischen „Cassandra’s Curse“ präsentieren sich Shakra von einer Seite, die man in dieser Intensität von den Schweizern bisher noch nicht gekannt hat. Die Freunde der sanfteren Klänge kommen hingegen mit der Ballade „Open Water“ und der pfiffig komponierten Hymne „The End Of Days“ voll …

Savage Messiah – Hands Of Fate

Das Album der Woche – KW 44 Savage Messiah – Hands Of Fate (Century Media Records, V.Ö. 27.10.2017) Eine Band, deren Anfänge im Thrash Metal liegen, wendet sich Album für Album immer melodiöseren, dafür aber umso wuchtigeren Songstruktuen zu. Wen das entwicklungstechnisch spontan an Metallicas „Black Album“, „The Ritual“ von Testament oder auch „Youthanasia“ von Megadeth erinnert, der liegt hier richtig. Und wen die genannten Alben gefallen haben, der liegt hier musikalisch sogar goldrichtig!

SOULDRINKER – War Is Coming

Lauschangriff – KW 44 SOULDRINKER – War Is Coming (El Puerto Records, VÖ 03.11.2017) Nach zwei in Eigenregie veröffentlichten EPs (Semper Fidelis I+II) legt die Stuttgarter Metal-Combo SOULDRINKER nun mit „War Is Coming“ endlich ihr Debüt-Album nach. – Und was für eines: ein echt mächtiges Brett mit 10 amtlichen und energiegeladenen Krachern. Eine schwer beeindruckende Melange aus donnernden und gewaltigen Riffs, mörderisch-drückenden Grooves und brillanten Melodien fesseln den Zuhörer. – Angefangen vom bereits im Vorfeld veröffentlichten Opener und Dampfhammer „Let The King Bleed“, über den mit melodischen Chören sowie abwechslungsreichen Gitarrenparts verstrickten Groover „Promised Land“ (absolut hitverdächtig!!!) und „To The Tick“, das durch sein raffiniertes Wechselspiel zwischen balladesken Elementen und fetten Doublebass-Attacken zu glänzen weiß, bis hin zum treibend-melodischen Abschluss „Final Stand“. Man merkt einfach zu jeder Sekunde, dass hier jedes einzelne Bandmitglied sein Fach versteht. Sei’s nun Sängerin Iris Boanta mit ihrer rauen, aber melodischen Wahnsinnröhre, Gitarrist Markus Pohl (MYSTIC PROPHECY) oder die dynamische Rhythmusfraktion mit Chris Rodens (Bass) und Schlagzeuger Steffen Theurer. Gekrönt wird das moderne und kompromisslose Metal-Album von einer fetten und kraftstrotzenden Produktion, …

Vuur – In This Moment We Are Free – Cities

Das Album der Woche – KW 43 Vuur – In This Moment We Are Free – Cities (InsideOut Music, V.Ö. 20.10.2017) Anneke van Giersbergen wurde Mitte der Neunziger bekannt, als sie bei der niederländischen Gothic Metal-Formation The Gathering als neue Sängerin vorgestellt wurde und sich auf ihrem Debut „Mandylion“ mit ihrer glockenhellen, gefühlvollen und doch so kraftvollen Stimme sofort in der Herzen der Metal Fans weltweit sang. Diese Kollaboration bestand immerhin über 13 Jahre, 6 Alben und diverse musikalische Experimente, bevor Anneke die Band verließ, um solo neue Wege einzuschlagen.

Sarke – Viige Urh

Das Album der Woche – KW 42 Sarke – Viige Urh (Indie Recordings, V.Ö. 13.10.2017) Norwegische Black Metal-Musiker leben ihre Vorliebe für 70er-Jahre Rock aus… wie das klingt, das kann man auf „Viige Urh“, dem neuen, inzwischen fünften Album der Osloer Band Sarke erleben. „Viige Urh“ heißt dabei auf Deutsch übrigens „vergangene Zeit“.

Pänzer – Fatal Command

Das Album der Woche – KW 41 Pänzer – Fatal Command (Nuclear Blast Records, V.Ö. 6.10.2017) Es war einmal im Jahre 2014, als Gitarrist Herman Frank und Drummer Stefan Schwarzmann ihren Dienst bei Accept quittierten, um zusammen mit Destruction-Frontmann Schmier ein neues Projekt namens Panzer zu formieren.

Act Of Defiance – Old Scars, New Wounds

Das Album der Woche – KW 40 Act Of Defiance – Old Scars, New Wounds (Metal Blade Records, V.Ö. 29.9.2017) Act Of Defiance stammen aus dem sonnigen Kalifornien und sind die neue Band um die beiden ex-Megadeth Mannen Chris Broderick (Gitarre) und Shawn Drover (Drums). Mit „Old Scars, New Wounds“ legen sie nun ihr zweites Studioalbum vor und servieren uns damit in etwa sowas wie „Modern-Megadeth“.

SPEED LIMIT – Anywhere We Dare

Lauschangriff – KW 40 SPEED LIMIT – Anywhere We Dare (Pure Rock Records, VÖ 06.10.2017) Dass ich mich tatsächlich irgendwann einmal wieder hinsetzte, den Bleistift spitzte und nach einer gefühlten Ewigkeit ein Review verfasse, hätte ich ehrlich gesagt nicht mehr gedacht. – Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Anlass dazu hätte es – in den letzten Jahren, seit ich Radio mache – bestimmt schon des Öfteren gegeben, aber selten hab ich einer Veröffentlichung derart entgegengefiebert, wie dem neuen Album von SPEED LIMIT. Sieben Jahre nach ihrem letzten Album „Money Shot“ (damals noch mit Steven Hogger am Mikro) bringen die Salzburger mit „Anywhere We Dare“ dieser Tage den von mir so heißersehnten Nachfolger an den Start. Schon die ersten Takte des Openers und Titeltracks, das kurze, wummerende Bass-Solo und der danach einsetzende Gesang von Neuzugang Manuel Brettl (ex-CYRING/ BLOOD RED ROSES) lassen mich fast vor Ehrfurcht erstarren. Gefolgt von „Sober Truth“, einem Heavy-Smasher in allerfeinster SPEEDies-Manier, der mich in den Übergängen und Chören gelegentlich ein Stück weit an die Glanztage von ACCEPT (in den 80ern) …

Satyricon – Deep Calleth Upon Deep

Das Album der Woche – KW 39 Satyricon – Deep Calleth Upon Deep (Napalm Records, V.Ö. 22.9.2017) Die Norweger Satyricon gehörten Anfang/Mitte der 90er Jahre mit zu der ersten Erfolgswelle des norwegischen Black Metals. Durch Alben wie „The Shadowthrone“ und vor allem „Nemesis Divina“ mit der Bandhymne „Mother North“ prägte man das Genre entscheidend mit und erlangte Kultstatus.

Crimfall – Amain

Das Album der Woche – KW 35 Crimfall – Amain (Metal Blade Records, V.Ö. 25.8.2017) Crimfall aus Helsinki präsentieren uns mit „Amain“ ihr nunmehr drittes Album. Den Titel könnte man lapidar mit „volle Power“ übersetzen und in der Tat haben die Finnen alles in eine Waagschale geworfen und servieren ihr bisher ambitioniertestes Werk.

Jack Starr’s Burning Starr – Stand Your Ground

Das Album der Woche – KW 34 Jack Starr’s Burning Starr – Stand Your Ground (High Roller Records, V.Ö. 25.8.2017) Jack Starr und seine Truppe Burning Starr aus New York City sind quasi schon so etwas wie Szene-Urgesteine. Von 1985 bis 1990 waren sie mit ihren vier Alben mehr als nur ein Insider-Tipp und mit Leuten wie Greg D’Angelo (Bass – White Lion, Anthrax), Mark Edwards (Drums – Original Sin, Rhett Forrester), David DeFeis (Keys – Virgin Steele) oder Mike Tirelli (Vocals – Messiah’s Kiss, Holy Mother) gaben sich hier auch durchaus schon namhafte Musiker die Klinke in die Hand.

Venom Inc. – Avé

Das Album der Woche – KW 33 Venom Inc. – Avé (Nuclear Blast Records, V.Ö. 11.8.2017) Mit den beiden aktuell existierenden Venoms kann man schon mal durcheinander kommen. Zum einen gibt es Originalsänger/-bassist Cronos, der die Band Venom weiterführt. Und dann haben wir die anderen beiden Ur-Mitglieder, Mantas an der Gitarre und Drummer Abaddon, die eben nun zusammen mit Sänger und Bassist Demoliton Man unter dem Namen Venom Inc. ihr Album „Avé“ präsentieren. Dieses Line-Up hat übrigens auch schon das Venom-Album „Prime Evil“ aus dem Jahre 1989 zusammen eingespielt.

Accept – The Rise Of Chaos

Das Album der Woche – KW 32 Accept – The Rise Of Chaos (Nuclear Blast Records, V.Ö. 4.8.2017) Album Nummer 4 von Accept 2.0 steht an, sprich seit dem Neubeginn im Jahr 2010 mit Sänger Mark Tornillo. Aber seit dem Vorgänger „Blind Rage“ hat sich einiges getan. So haben GItarrist Herman Frank und Drummer Stefan Schwarzmann die Band verlassen, für sie sind nun Uwe Lulis an der Sechssaitigen und Christopher Williams an den Kesseln zu hören.

The Privateer – The Goldsteen Lay

Das Album der Woche – KW 31 The Privateer – The Goldsteen Lay (NoiseArt Records, V.Ö. 28.7.2017) Pirate Metal! Klar, da denkt jeder sofort an Alestorm oder Running Wild. Dass es aber auch ganz anders geht, zeigen die Freiburger Freibeuter THE PRIVATEER mit ihrem dritten Album „The Goldsteen Lay“ äußerst eindrucksvoll.

Review: Blazing Rust – Armed To Exist

Das Album der Woche – KW 29 Blazing Rust – Armed To Exist (Pure Steel Records, V.Ö. 28.7.2017) Russische Bands, deren CDs auch in Europa erscheinen, sind auch heutzutage immer noch relativ selten. Blazing Rust aus Sankt Petersburg beweisen uns mit ihrem Debut-Album „Armed To Exist“ aber, dass in Russland sehr wohl auch qualitativ hochwertiger Metal geschmiedet wird.

Review: Orden Ogan – Gunmen

Das Album der Woche – KW 28 Orden Ogan – Gunmen (AFM Records, V.Ö. 7.7.2017) Rechnet man das selbstproduzierte Debut „Testimonium A.D.“ mit, so präsentieren uns Orden Ogan aus Nordrhein-Westfalen mit „Gunmen“ ihr nunmehr sechstes Studioalbum. Und vor allem seit dem famosen Vorgänger „Ravenhead“ ist die Band richtig am Durchstarten und hat sich in der Power Metal-Fangemeinde ihren festen Platz erspielt.

Review: Stallion – From The Dead

Das Album der Woche – KW 27 Stallion – From The Dead (High Roller Records, V.Ö. 30.6.2017) Als Stallion aus Baden-Württemberg 2013 ihre Debut-EP „Mounting The World“ veröffentlichten, schlug die Band mit ihren Speed Metal-Hymnen und dem Hair Metal-Outfit im Underground ein wie die berühmte Bombe. Mit ihrem ersten Album „Rise And Ride“ und fulminanten Liveshows wurde der Status als „heißester Scheiß“ eindrucksvoll gefestigt.

Review: Iced Earth – Incorruptible

Das Album der Woche – KW 25 Iced Earth – Incorruptible (Century Media Records, V.Ö. 16.6.2017) Nach einer 1-jährigen Schaffenspause, bedingt durch Mastermind Jon Schaeffers gesundheitliche Probleme, legen Iced Earth nun mit „Incorruptible“ ihr insgesamt 13. Studioalbum vor, zugleich das dritte mit Sänger Stu Block. Und die Jungs aus Tampa, Florida machen genau da weiter, wo der Vorgänger „Plagues Of Babylon“ aufhörte: mit einfach nur grandiosen Songs!

Review: Alestorm – No Grave But The Sea

Das Album der Woche – KW 22 Alestorm – No Grave But The Sea (Napalm Records, V.Ö. 26.5.2017) Zum fünften Mal stechen die schottischen Metal-Piraten nun „Under the Sign of Ale“ wieder in See. Taktisch wertvoll erfolgt dies gleichzeitig mit dem Start des neuen „Fluch der Karibik“-Films, was sicherlich kein Zufall ist. Denn sowohl Charaktere als auch Atmosphäre der Geschichten rund um Captain Jack Sparrow waren schon immer ein großer Bestandteil in Alestorms Konzept. Und so sieht man vor seinem geistigen Auge auch bei „No Grave But The Sea“ wieder die Black Pearl in den Hafen von Port Royal segeln und wilde Piratenhorden wüste Parties in der Hafentaverne schmeißen.

Kobra And The Lotus - Prevail I - CD

Review: Kobra And The Lotus – Prevail I

Das Album der Woche – KW 21 Kobra And The Lotus – Prevail I (Napalm Records, V.Ö. 12.5.2017) Zum vierten Mal beißt die Kobra zu. Kobra And The Lotus aus Calgary in Kanada stehen seit jeher für melodischen, aber stets knackigen Heavy Metal in der Tradition von Dio, Maiden, Judas Priest und Co.