Autor: Sonny

BONFIRE – Temple Of Lies

Lauschangriff – KW 16/18 BONFIRE – Temple Of Lies (AFM Records, VÖ 13.04.2018) Es ist gerade mal ein Jahr her, dass BONFIRE mit „Byte The Bullet“ ein ziemlich geiles Album veröffentlicht haben und schon stehen sie mit dem nächsten Killer in den Startlöchern. – Um es gleich zu Beginn vorwegzunehmen: Auf „Temple Of Lies“ setzen die Mannen um Band-Urgestein Hans Ziller den auf dem Vorgänger eingeschlagenen Weg konsequent und aussichtsreich fort. Eröffnet wird „Temple Of Lies“ mit dem quirligen Intro „In The Beginning“, das uns mit einer unglaublichen Coolness auf den grandios vorwärtspreschenden Titeltrack, in dem Sänger Alexx Stahl gelegentlich in die Sphären des jungen Rob Halfords vorstößt, einstimmt. Gefolgt von „On The Wings Of An Angel“, einer bedingungslos eingängigen Hymne, die sich bereits beim ersten Hören vehement in den Gehörgängen festsetzt und dem lässig vor sich hinstampfenden Groover „Feed The Fire“. Außerdem haben BONFIRE mit „Comin’ Home“ eine Hammerballade produziert, die sich in punkto Gänsehaut- und Hitfaktor hinter solchen Klassikern wie „You Make Me Feel“ oder „Who’s Foolin’ Who“ überhaupt nicht zu verstecken braucht. …

SLEARS – Turbulent Waters

Lauschangriff – KW 12/18 SLEARS – Turbulent Waters (CE Promotion, VÖ 23.03.2018) Ein Album, dem ich schon seit vielen Monaten gespannt entgegenfiebere ist die neue Scheibe von SLEARS. Bereits mehr als 4 Jahre sind seit ihrem starken Debüt „Far Away From Getting Somewhere“ ins Land gezogen. Nachdem uns die Schlierseer Ende November mit der Single „Haven“ schon einen kleinen Vorgeschmack kredenzt haben, gibt’s ab 23. März mit „Turbulent Waters“ endlich die geballte Ladung. – Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Gleich nach dem atmosphärischen Intro „Anchors“ lichtet der Fünfer furchtlos die Anker und prescht mit dem konsequent vorwärts rockenden „Freefall“ unaufhaltsam in wahrlich tobende Gewässer. Erfasst von den „Turbulent Waters“ grooven sich SLEAR mit donnernden Drums und kantig-kraftvollen Riffs sowie mit mächtig viel Drive und Power in der den rettenden Hafen. Das hmynisch-getragene „Haven“ bildet aber nur einen kurzen ‚Ruhepol’ auf der bewegten Reise durch die stürmische See, denn schon mit dem wuchtigen „S.O.S.“ setzen sie sich wieder den unfügsamen Gewalten der Natur und des Lebens aus. So, oder so ähnlich könnte ich jetzt …

SAINTED SINNERS – Back With A Vengeance

Lauschangriff – KW 07/18 SAINTED SINNERS – Back With A Vengeance (El Puerto Records, VÖ 16.02.2018) Ziemlich auf den Tag genau ein Jahr nach ihrem großartigen Debüt werden SAINTED SINNERS dieser Tage mit dem Nachfolger „Back With A Vengeance“ vorstellig. Da das selbstbetitelte Debüt der Band um Ausnahmegitarrist Frank Pané (BONFIRE) und Sänger David Reece (BANGALORE CHOIR) zu meinen persönlichen Lieblingsscheiben des vergangenen Jahres gehört, bin ich natürlich mit sehr hochgesteckten Erwartungen an das neue Werk der Herren herangegangen. Eröffnet wird „Back With A Vengeance“ mit dem überaus dynamischen Hammer-Epos „Rise Like A Phoenix“. Die Nummer ist geprägt von einigen ideenreichen Tempo- und packenden Harmoniewechsel. Es geht über knapp 8min ständig auf und ab, eben fast wie im echten Leben. Gefolgt von der bereits im Vorfeld veröffentlicht Single „Burnin’ The Candle“, einem sehr eingängigen, richtig vorwärts rockenden Song, und dem etwas VAN HALEN-lastigen sowie leicht swingenden Titeltrack. Dieses äußerst energiegeladene  Eröffnungstrio zeigt auch unweigerlich den Hauptunterschied zum Erstling auf. „Back With A Vengence“ ist noch eine ordentliche Schippe gitarrenorientiert als sein selbstbetitelter Vorgänger. Waren die Keyboards auf …

MICHAEL VOSS – Remember… Yesterday

Lauschangriff – KW 05/18 MICHAEL VOSS – Remember… Yesterday (Kidroom Music, VÖ 21.01.2018) Mit „Remember… Yesterday“ liegt mir diesmal eine ganz besondere Scheibe zur Besprechung/ zum ‚Lauschangriff’ vor, und dies gleich in zweifacher Hinsicht: Zum einen ist das auf 300 Stück limitierte Soloalbum von MICHAEL VOSS eine reinrassige, aber sehr persönliche Coverscheibe, und zum anderen führen mich die 12 darauf enthaltenen Songs unweigerlich in meine eigene Kindheit zurück, auch wenn sich meine Auswahl vielleicht ein klein wenig anders anhören dürfte. Dass die musikalischen Kindheits- bzw. Jugendtagetage von MICHEAL VOSS (PHANTOM V, MAD MAX, WOLFPAKK, ex-DEMON DRIVE/ CASANOVA) eindeutig in den 70ern liegen, hat er uns schon durch einige pfiffige Coversongs mit seinen verschiedenen Bands (u. a. mit CLIFF RICHARDs „Devil Woman“ in der fetzigen Version DEMON DRIVE) unmissverständlich nahegebracht. Mit „Remember… Yesterday“ hat er sich nun einen langgehegten Traum verwirklicht und huldigt gleich mit einem kompletten Album den Idolen und Songs seiner Jugend: wie etwa DAVID CASSIDY („Rock Me Baby“), JOHN MILES („Remember Yesterday“) oder TERRY JACKS („If You Go Away“). Anhand dieser kleinen Auswahl wird auch schon der …

CLAUDIA CANE – Friends

Lauschangriff – KW 03/18 CLAUDIA CANE – Friends (Eigenproduktion, VÖ 01.12.2017) Erstmals bespreche an dieser Stelle ein Album, das durch eine Crowdfunding-Campagne mitfinanziert wurde und seit seiner Veröffentlichung meine sämtlichen Player – sei’s nun zuhause oder unterwegs – blockiert. Die Rede ist von „Friends“, der neuen Scheibe von CLAUDIA CANE und ihrer Band. Nachdem das letzte Album („CC/DC – A true AC/DC remake“) der Münchenerin ein reinrassiges Coverprojekt war, wartet „Friends“ nun mit überwiegend eigenen Nummern bzw. mit Songs auf, die ihr entweder auf dem Leib geschrieben oder für sie brillant umarrangiert wurden. Mit einem Song aus eigener Feder wird der bunt-rockende und mitreißende Reigen auch eröffnet. Das absolut hitverdächtige „Dancing Queen“ (zusammen geschrieben mit ihrem Bruder Andrew Cane) klingt fast so, als wäre sie tatsächlich zusammen mit AC/DC im Studio gewesen. Gefolgt von dem schmissig-rockigen und country-lastigen „Diesel“ sowie der pathetisch-groovenden Hymne „Move On/ Heroes“. Mit dem vom englischen Songwriter und Gitarristen Neil Taylor (TEARS FOR FEARS/ ROBBIE WILLIAMS) geschriebenen „Velvet Ghost“ hat CLAUDIA CANE (hier im Duett mit Billy King) sogar eine Nummer am Start, die …

AMMOURI – Dare To Be Happy

Lauschangriff – KW 02/18 AMMOURI – Dare To Be Happy (Pride & Joy Music, VÖ 12.01.2018) Bisher konnte sich Marina AMMOURI – allem voran in ihren schwedischen Heimat und im angrenzenden Ausland – einen Namen als Songwriterin, Musikproduzentin und Model machen. Dieser Tage veröffentlicht sie nun ihr Debüt „Dare To Be Happy“ und das hat’s gehörig in sich. Als Appetizer wurde bereits Ende Oktober 2017 die Single „Monster Of Your Own Creation“ veröffentlicht. – Ein düster groovender Tanzbodenstampfer, der einem 4½ min Gänsehaut pur beschert. Man stelle sich nur die sinnlich-anrüchige Stimme von AMANDA LEAR gepaart mit der unbändigen Power und Energie von DORO vor. Deutlich heftiger und kantiger geht’s allerdings beim Opener „Fill Your Heart With Love“ zur Sache, das u. a. im Hintergrund mit dezent eingestreuten, orientalisch anmutenden Orchesterparts Akzente zu setzen weiß. Die eh schon recht – im positivsten Sinne des Wortes – eigenwillige Stilrichtung wird bei „Manipulation“ noch mit einem Hauch Dramatik verfeinert, die den Fans von JUTTA WEINHOLD nicht ganz fremd sein dürfte. Als weitere vereinnahmende Überzeugungsargumente drängen sich der Titeltrack, welcher ziemlich tempovariabel sowie …

BOWMEN – Mission 27°59’17“N 86°55’31“E

Lauschangriff – KW 51 BOWMEN – Mission 27°59’17“N 86°55’31“E (Eigenproduktion, VÖ 01.12.2017) Den Stammzuhörern meiner Sendungen dürfte bisher nur schwerlich entgangen sein, dass mein Hauptohrenmerk der deutschen Rock- und Blues-Szene gehört – insbesondere natürlich derer aus dem südostbayerischen Raum und dem Großraum München. BOWMEN sind mir seit der Christmas Rock Party 2017 von HAMMERSCHMITT als mitreißender und cooler Live-Act bestens bekannt, nun ist das Power-Trio aus München mit seinem Debüt „Mission 27° 59′ 17″ N 86° 55′ 31″ E“ am Start und was soll ich sagen? – Wow, ich bin ehrlich gesagt restlos überwältigt von den 11 Songs, die sich sowohl stilistisch als auch thematisch vielschichtig präsentieren, aber dennoch als Gesamtwerk irgendwie in sich geschlossen wirken. Egal ob nun leicht punky und straight rockend („Fire“), schmissig-rockig („If You Think“) oder sphärisch-düster groovend („Give Silence A Sound“) die Band trifft mit jedem Takt den Nerv des geneigten Zuhörers. Dabei nehmen sich BOWMEN auch sehr ernsten Themen wie Gewalt und Krieg an, wie z. B. in der eingängigen, aber dennoch sehr bedrohlich-swingenden Nummer „War“ oder verarbeiten sehr …

T. G. COPPERFIELD – The Worried Man

Lauschangriff – KW 50 T. G. COPPERFIELD – The Worried Man (Timzone Records, VÖ 15.12.2017) Es ist noch keine 11 Monate her, dass uns T.G. COPPERFIELD mit seinem selbstbetitelten Solodebüt begeistert hat. Dieser Tage legt der Songwriter und Gitarrist der Regensburger Bluesrocker 3 DAYZ WHIZKEY mit seiner Rock ’N’ Roll-Oper „The Worried Man“ bereits Album Nr. 2 nach, und das hat’s erneut gehörig in sich! Wie bereits auf dem Erstling lässt sich Tilo Preißer, wie T.G. mit bürgerlichem Namen heißt, nicht so einfach in eine Schublade stecken. Zwar handelt es sich – wie schon eingangs erwähnt – um eine Rock ’N’ Roll-Oper, aber während der 12 überaus vielschichtigen Songs auf „The Worried Man“ verschwimmen die Grenzen sehr gekonnt zwischen den einzelnen Genres und bilden ein äußerst spannendes, organisches und in sich geschlossen wirkendes Gesamtwerk. Sei’s nun „Something Wrong“, das mich stellenweise an RICK SPRINGFIELD erinnert, oder das  bluesy „Down In The Mud“ oder gar der beschwingte Rock ’N’ Roller „Shame, Shame, Shame“. Weitere Farben ins Spiel bringen sowohl das lässig-schlendernde „Who Will Stop The Rain“ und das …

BROENNI – Taming The Winds

Lauschangriff – KW 48 BROENNI – Taming The Winds (Eigenproduktion, VÖ 11.09.2017) Den Kennern meiner Sendungen dürfte BROENNI bestimmt kein Unbekannter mehr sein. Sei’s nun als Songwriter, Leadsänger und Gitarrist von ORYMUS, als Stimme bei den Berner Hardrockern 2BAD oder eben in eigener Sache – also Solo. Ende des vergangenen Jahres hat er mit „Calm Before The Storm“ bereits ein sehr beeindruckendes Album veröffentlicht, das sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lässt. Genauso verhält es sich auch mit seinem neuen, mittlerweile dritten Album „Taming The Winds“, das – wie der Titel schon erahnen lässt – auch thematisch am (streng auf 120 Stück limitierten) Vorgänger angelehnt ist. Das Album enthält 9 Songs, die durch ihre stilistische Vielfalt und charakteristischen Gegensätzlichkeiten bestechen. Angefangen vom Opener „Welcome To Watamu“, der mächtig im Afro-Style groovt über das beschwingte „Busy“, das stellenweise ziemlich funky daherkommt und im Mittelteil einen Hauch von Flamenco-Feeling verbreitet, bis hin zum abwechslungsreichen Rocker „By The Light Of Day“ (GUNS N’ ROSES meets AC/DC). Als Dialekt-Freak haben’s mir persönlich natürlich die beiden Nummern im …

VICE – Veni Vidi Vice

Lauschangriff – KW 46 VICE – Veni Vidi Vice (Lictoc Music/ Pride & Joy Music, VÖ 17.11.2017) Was hab ich gerade dieses Comeback herbeigesehnt!?! 27 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Second Excess“ kehren die Münchner Party Hard Rocker VICE dieser Tage mit dem Nachfolger „Veni Vedi Vice“ zurück. Zwar hat die Band 1995 mit „Shhh..!“ noch ein weiteres Album produziert, das damals aber aufgrund von Label- und dezentem Stilwechsel unter dem Namen WET PAINT veröffentlicht wurde. Auf dem neuesten Streich ist vom damaligen LineUp nur noch Chris „Yps“ Limburg (ex-BONFIRE) mit von der Partie, aber trotzdem zieht das bejahende Lebensgefühl und der witzgetränkte Party-Geist, für den VICE Ende 80er/ Anfang der 90er berühmt-berüchtigt waren, auch wie ein roter Faden durch „Veni Vidi Vice“. Vorab wurde diesen Sommer ja bereits mit „Where Do I Belong?“ eine witzig, frisch-rockende und äußerst unterhaltsame Kostprobe als sogenannte Video-Single veröffentlicht, die meine Erwartungen an ein komplettes Album ziemlich hochgeschraubt haben. Ich muss zugeben, dass ich dann doch ziemlich überrascht war, als gleich zu Beginn der Scheibe mit der Neuaufnahme von „Hot …

SHAKRA – Snakes & Ladders

Lauschangriff – KW 45 SHAKRA – Snakes & Ladders (AFM Records, VÖ 10.11.2017) Ohne viel Wind und Wirbel im Vorfeld, also fast schon heimlich, still und leise kommen SHAKRA mit ihrem mittlerweile 11. Studioalbum „Snakes & Ladders“ ums Eck. Aber Stopp! – leise?!? – trifft auf Album Nr. 2 nach der Rückkehr von Sänger Mark Fox dann zum Glück nahezu überhaupt nicht zu! Dem widersprechen u. a. solche Songs wie der mörderisch-beschwingte Groover „Friday Nightmare“ oder der Uptempo-Kracher „I Will Rise Again“ sowie das lässig vorwärtspeitschende „Fire In My Veins“. Außerdem haben die Schweizer mit „Something You Don’t Understand“ einen Midtempo-Stampfer allererste Güte am Start, der sich fast schon wieder „hinterfotzig“ durch die Ohrwindungen schlängelt, um sich dann im Gehörzentrum vehement festzusetzen. Und nicht zu vergessen, der kolossale Opener – mit dem episch-dramatischen „Cassandra’s Curse“ präsentieren sich Shakra von einer Seite, die man in dieser Intensität von den Schweizern bisher noch nicht gekannt hat. Die Freunde der sanfteren Klänge kommen hingegen mit der Ballade „Open Water“ und der pfiffig komponierten Hymne „The End Of Days“ voll …

SOULDRINKER – War Is Coming

Lauschangriff – KW 44 SOULDRINKER – War Is Coming (El Puerto Records, VÖ 03.11.2017) Nach zwei in Eigenregie veröffentlichten EPs (Semper Fidelis I+II) legt die Stuttgarter Metal-Combo SOULDRINKER nun mit „War Is Coming“ endlich ihr Debüt-Album nach. – Und was für eines: ein echt mächtiges Brett mit 10 amtlichen und energiegeladenen Krachern. Eine schwer beeindruckende Melange aus donnernden und gewaltigen Riffs, mörderisch-drückenden Grooves und brillanten Melodien fesseln den Zuhörer. – Angefangen vom bereits im Vorfeld veröffentlichten Opener und Dampfhammer „Let The King Bleed“, über den mit melodischen Chören sowie abwechslungsreichen Gitarrenparts verstrickten Groover „Promised Land“ (absolut hitverdächtig!!!) und „To The Tick“, das durch sein raffiniertes Wechselspiel zwischen balladesken Elementen und fetten Doublebass-Attacken zu glänzen weiß, bis hin zum treibend-melodischen Abschluss „Final Stand“. Man merkt einfach zu jeder Sekunde, dass hier jedes einzelne Bandmitglied sein Fach versteht. Sei’s nun Sängerin Iris Boanta mit ihrer rauen, aber melodischen Wahnsinnröhre, Gitarrist Markus Pohl (MYSTIC PROPHECY) oder die dynamische Rhythmusfraktion mit Chris Rodens (Bass) und Schlagzeuger Steffen Theurer. Gekrönt wird das moderne und kompromisslose Metal-Album von einer fetten und kraftstrotzenden Produktion, …

SPEED LIMIT – Anywhere We Dare

Lauschangriff – KW 40 SPEED LIMIT – Anywhere We Dare (Pure Rock Records, VÖ 06.10.2017) Dass ich mich tatsächlich irgendwann einmal wieder hinsetzte, den Bleistift spitzte und nach einer gefühlten Ewigkeit ein Review verfasse, hätte ich ehrlich gesagt nicht mehr gedacht. – Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Anlass dazu hätte es – in den letzten Jahren, seit ich Radio mache – bestimmt schon des Öfteren gegeben, aber selten hab ich einer Veröffentlichung derart entgegengefiebert, wie dem neuen Album von SPEED LIMIT. Sieben Jahre nach ihrem letzten Album „Money Shot“ (damals noch mit Steven Hogger am Mikro) bringen die Salzburger mit „Anywhere We Dare“ dieser Tage den von mir so heißersehnten Nachfolger an den Start. Schon die ersten Takte des Openers und Titeltracks, das kurze, wummerende Bass-Solo und der danach einsetzende Gesang von Neuzugang Manuel Brettl (ex-CYRING/ BLOOD RED ROSES) lassen mich fast vor Ehrfurcht erstarren. Gefolgt von „Sober Truth“, einem Heavy-Smasher in allerfeinster SPEEDies-Manier, der mich in den Übergängen und Chören gelegentlich ein Stück weit an die Glanztage von ACCEPT (in den 80ern) …