Autor: Sonny

T. G. COPPERFIELD – The Worried Man

Lauschangriff – KW 50 T. G. COPPERFIELD – The Worried Man (Timzone Records, VÖ 15.12.2017) Es ist noch keine 11 Monate her, dass uns T.G. COPPERFIELD mit seinem selbstbetitelten Solodebüt begeistert hat. Dieser Tage legt der Songwriter und Gitarrist der Regensburger Bluesrocker 3 DAYZ WHIZKEY mit seiner Rock ’N’ Roll-Oper „The Worried Man“ bereits Album Nr. 2 nach, und das hat’s erneut gehörig in sich! Wie bereits auf dem Erstling lässt sich Tilo Preißer, wie T.G. mit bürgerlichem Namen heißt, nicht so einfach in eine Schublade stecken. Zwar handelt es sich – wie schon eingangs erwähnt – um eine Rock ’N’ Roll-Oper, aber während der 12 überaus vielschichtigen Songs auf „The Worried Man“ verschwimmen die Grenzen sehr gekonnt zwischen den einzelnen Genres und bilden ein äußerst spannendes, organisches und in sich geschlossen wirkendes Gesamtwerk. Sei’s nun „Something Wrong“, das mich stellenweise an RICK SPRINGFIELD erinnert, oder das  bluesy „Down In The Mud“ oder gar der beschwingte Rock ’N’ Roller „Shame, Shame, Shame“. Weitere Farben ins Spiel bringen sowohl das lässig-schlendernde „Who Will Stop The Rain“ und das …

BROENNI – Taming The Winds

Lauschangriff – KW 48 BROENNI – Taming The Winds (Eigenproduktion, VÖ 11.09.2017) Den Kennern meiner Sendungen dürfte BROENNI bestimmt kein Unbekannter mehr sein. Sei’s nun als Songwriter, Leadsänger und Gitarrist von ORYMUS, als Stimme bei den Berner Hardrockern 2BAD oder eben in eigener Sache – also Solo. Ende des vergangenen Jahres hat er mit „Calm Before The Storm“ bereits ein sehr beeindruckendes Album veröffentlicht, das sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lässt. Genauso verhält es sich auch mit seinem neuen, mittlerweile dritten Album „Taming The Winds“, das – wie der Titel schon erahnen lässt – auch thematisch am (streng auf 120 Stück limitierten) Vorgänger angelehnt ist. Das Album enthält 9 Songs, die durch ihre stilistische Vielfalt und charakteristischen Gegensätzlichkeiten bestechen. Angefangen vom Opener „Welcome To Watamu“, der mächtig im Afro-Style groovt über das beschwingte „Busy“, das stellenweise ziemlich funky daherkommt und im Mittelteil einen Hauch von Flamenco-Feeling verbreitet, bis hin zum abwechslungsreichen Rocker „By The Light Of Day“ (GUNS N’ ROSES meets AC/DC). Als Dialekt-Freak haben’s mir persönlich natürlich die beiden Nummern im …

VICE – Veni Vidi Vice

Lauschangriff – KW 46 VICE – Veni Vidi Vice (Lictoc Music/ Pride & Joy Music, VÖ 17.11.2017) Was hab ich gerade dieses Comeback herbeigesehnt!?! 27 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Second Excess“ kehren die Münchner Party Hard Rocker VICE dieser Tage mit dem Nachfolger „Veni Vedi Vice“ zurück. Zwar hat die Band 1995 mit „Shhh..!“ noch ein weiteres Album produziert, das damals aber aufgrund von Label- und dezentem Stilwechsel unter dem Namen WET PAINT veröffentlicht wurde. Auf dem neuesten Streich ist vom damaligen LineUp nur noch Chris „Yps“ Limburg (ex-BONFIRE) mit von der Partie, aber trotzdem zieht das bejahende Lebensgefühl und der witzgetränkte Party-Geist, für den VICE Ende 80er/ Anfang der 90er berühmt-berüchtigt waren, auch wie ein roter Faden durch „Veni Vidi Vice“. Vorab wurde diesen Sommer ja bereits mit „Where Do I Belong?“ eine witzig, frisch-rockende und äußerst unterhaltsame Kostprobe als sogenannte Video-Single veröffentlicht, die meine Erwartungen an ein komplettes Album ziemlich hochgeschraubt haben. Ich muss zugeben, dass ich dann doch ziemlich überrascht war, als gleich zu Beginn der Scheibe mit der Neuaufnahme von „Hot …

SHAKRA – Snakes & Ladders

Lauschangriff – KW 45 SHAKRA – Snakes & Ladders (AFM Records, VÖ 10.11.2017) Ohne viel Wind und Wirbel im Vorfeld, also fast schon heimlich, still und leise kommen SHAKRA mit ihrem mittlerweile 11. Studioalbum „Snakes & Ladders“ ums Eck. Aber Stopp! – leise?!? – trifft auf Album Nr. 2 nach der Rückkehr von Sänger Mark Fox dann zum Glück nahezu überhaupt nicht zu! Dem widersprechen u. a. solche Songs wie der mörderisch-beschwingte Groover „Friday Nightmare“ oder der Uptempo-Kracher „I Will Rise Again“ sowie das lässig vorwärtspeitschende „Fire In My Veins“. Außerdem haben die Schweizer mit „Something You Don’t Understand“ einen Midtempo-Stampfer allererste Güte am Start, der sich fast schon wieder „hinterfotzig“ durch die Ohrwindungen schlängelt, um sich dann im Gehörzentrum vehement festzusetzen. Und nicht zu vergessen, der kolossale Opener – mit dem episch-dramatischen „Cassandra’s Curse“ präsentieren sich Shakra von einer Seite, die man in dieser Intensität von den Schweizern bisher noch nicht gekannt hat. Die Freunde der sanfteren Klänge kommen hingegen mit der Ballade „Open Water“ und der pfiffig komponierten Hymne „The End Of Days“ voll …

SOULDRINKER – War Is Coming

Lauschangriff – KW 44 SOULDRINKER – War Is Coming (El Puerto Records, VÖ 03.11.2017) Nach zwei in Eigenregie veröffentlichten EPs (Semper Fidelis I+II) legt die Stuttgarter Metal-Combo SOULDRINKER nun mit „War Is Coming“ endlich ihr Debüt-Album nach. – Und was für eines: ein echt mächtiges Brett mit 10 amtlichen und energiegeladenen Krachern. Eine schwer beeindruckende Melange aus donnernden und gewaltigen Riffs, mörderisch-drückenden Grooves und brillanten Melodien fesseln den Zuhörer. – Angefangen vom bereits im Vorfeld veröffentlichten Opener und Dampfhammer „Let The King Bleed“, über den mit melodischen Chören sowie abwechslungsreichen Gitarrenparts verstrickten Groover „Promised Land“ (absolut hitverdächtig!!!) und „To The Tick“, das durch sein raffiniertes Wechselspiel zwischen balladesken Elementen und fetten Doublebass-Attacken zu glänzen weiß, bis hin zum treibend-melodischen Abschluss „Final Stand“. Man merkt einfach zu jeder Sekunde, dass hier jedes einzelne Bandmitglied sein Fach versteht. Sei’s nun Sängerin Iris Boanta mit ihrer rauen, aber melodischen Wahnsinnröhre, Gitarrist Markus Pohl (MYSTIC PROPHECY) oder die dynamische Rhythmusfraktion mit Chris Rodens (Bass) und Schlagzeuger Steffen Theurer. Gekrönt wird das moderne und kompromisslose Metal-Album von einer fetten und kraftstrotzenden Produktion, …

SPEED LIMIT – Anywhere We Dare

Lauschangriff – KW 40 SPEED LIMIT – Anywhere We Dare (Pure Rock Records, VÖ 06.10.2017) Dass ich mich tatsächlich irgendwann einmal wieder hinsetzte, den Bleistift spitzte und nach einer gefühlten Ewigkeit ein Review verfasse, hätte ich ehrlich gesagt nicht mehr gedacht. – Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Anlass dazu hätte es – in den letzten Jahren, seit ich Radio mache – bestimmt schon des Öfteren gegeben, aber selten hab ich einer Veröffentlichung derart entgegengefiebert, wie dem neuen Album von SPEED LIMIT. Sieben Jahre nach ihrem letzten Album „Money Shot“ (damals noch mit Steven Hogger am Mikro) bringen die Salzburger mit „Anywhere We Dare“ dieser Tage den von mir so heißersehnten Nachfolger an den Start. Schon die ersten Takte des Openers und Titeltracks, das kurze, wummerende Bass-Solo und der danach einsetzende Gesang von Neuzugang Manuel Brettl (ex-CYRING/ BLOOD RED ROSES) lassen mich fast vor Ehrfurcht erstarren. Gefolgt von „Sober Truth“, einem Heavy-Smasher in allerfeinster SPEEDies-Manier, der mich in den Übergängen und Chören gelegentlich ein Stück weit an die Glanztage von ACCEPT (in den 80ern) …