Autor: Michi Miraculix

Debauchery vs. Balgeroth – In der Hölle spricht man Deutsch

Das Album der Woche – KW 29/2018 Debauchery vs. Balgeroth – In der Hölle spricht man Deutsch (Massacre Records, V.Ö. 13.7.2018) Debauchery polarisieren! Soviel steht fest! Debauchery treiben seit jeher alle Klischees der Metal Szene vor sich her und strapazieren diese bis an die Grenze des Erträglichen und zum Teil mit ihren bluttriefenden und sehr freizügigen Bühnenshows auch ganz gezielt weit darüber hinaus. Was für die einen großartige Gore-Unterhaltung darstellt, ist für die anderen einfach nur plumpe Provokation.

Atrocity – Okkult II

Das Album der Woche – KW 28/2018 Atrocity – Okkult II (Massacre Records, V.Ö. 6.7.2018) Atrocity waren schon immer so etwas wie die Weltenwanderer des düsteren Metals. Ihre Wurzeln haben die Ludwigsburger ganz klar im Death Metal, aber bereits auf ihrem Drittwerk „Blut“ von 1994, das bis heute von vielen als Atrocity’s Referenzwerk angesehen wird, flossen erste Gothic- und Düster-Einflüsse in den Sound ein, denen man sich in Folge noch weit öffnen sollte.

Amorphis – Queen Of Time

Das Album der Woche – KW 21/2018 Amorphis – Queen Of Time (Nuclear Blast Records, V.Ö. 18.5.2018) Die Finnen Amorphis zählen seit Anfang der 90er-Jahre zum festen Bestandteil der internationalen Düster-Metal-Szene. Am Anfang noch eher dem Death Metal zugeordnet, sorgte man vor allem 1994 mit dem Zweitwerk „Tales From The Thousand Lakes“ und dem Hit „Black Winter Day“ für Aufsehen, als man die Death-Metal-Wurzeln mit düsterrockigen Melodien, finnischer Folklore und Texten aus dem Nationalepos „Kalevala“ verband.

Follow The Cipher – Follow The Cipher

Das Album der Woche – KW 20/2018 Follow The Cipher – Follow The Cipher (Nuclear Blast Records, V.Ö. 11.5.2018) Follow The Cipher werden mit ihrem Female Fronted Melodic Epic Modern Metal polarisieren, soviel steht fest! Follow The Cipher werden mit ihrem Debut-Album aber auch einschlagen wie eine Bombe, dessen bin ich mir sicher! Follow The Cipher stammen aus Falun in Schweden, ebenso wie die gefeierten wie gleichzeitig auch umstrittenen Bombast-Metaller von Sabaton. Follow The Cipher wurden von Gitarrist und Songwriter Ken Kängström gegründet, der auch schon für eben jene Sabaton einige Songs geschrieben und produziert hat. Und Follow The Cipher bewegen sich musikalisch im Umfeld von Bands wie Battle Beast, Nightwish oder auch Amaranthe.

Kobra And The Lotus – Prevail II

Das Album der Woche – KW 18/2018 Kobra And The Lotus – Prevail II (Napalm Records, V.Ö. 29.4.2018) Mit dem letztjährigen, ihrem vierten Album „Prevail I“ konnten die Kanadier Kobra And The Lotus ordentlich durchstarten. Die Erfolgsformel waren im Vergleich zu früheren Veröffentlichungen rockigere, melodiöser und moderner klingende Songs wie der Singlehit „You Don’t Know“ oder die Mega-Ballade „Light Me Up“, die die Band unter ihren klassischen Heavy Metal-Headbangerstoff mischten und damit ein rundum abwechslungsreiches Album kreierten.

Judas Priest – Firepower

Das Album der Woche – KW 11/2018 Judas Priest – Firepower (Columbia Records, V.Ö. 9.3.2018) The Priest is back! „Firepower“, Judas Priests 19. Studioalbum, ist schlichtweg sensationell! 14 mal geballte Feuerkraft, 14 Songs in einer Qualität, wie man sie nach den doch eher durchwachsenen letzten Alben nicht mehr erwarten konnte. 14 reinrassige Heavy Metal-Tracks, die so derart typisch nach Judas Priest klingen, dass es eine wahre Freude ist!

Michael Schenker Fest – Resurrection

Das Album der Woche – KW 10/2018 Michael Schenker Fest – Resurrection (Nuclear Blast Records, V.Ö. 2.3.2018) Michael Schenker, ex-Scoprions-Gitarrist und genannt „the German Wunderkind“, sorgte 2016 mit einigen Liveshows unter dem Banner „Michael Schenker Fest“ für Aufsehen und ein echtes Staraufgebot. Umso spannender, dass er dieses Projekt nun auch mit „Resurrection“ auf einem Studioalbum mit nagelneuen Songs verewigt.

Necrophobic – Mark Of The Necrogram

Das Album der Woche – KW 9/2018 Necrophobic – Mark Of The Necrogram (Century Media Records, V.Ö. 23.2.2018) Necrophobic aus Stockholm schlugen in der Extrem-Metal-Szene bereits 1993 mit ihrem Debut-Album „The Nocturnal Silence“ ein wie eine Bombe. Das besondere daran: die Schweden pfiffen einfach auf die damals schwelende Rivalität zwischen Black und Death Metal Fans und kombinierten beide Stilrichtungen einfach zu je rund 50%. Das Ergebnis sprach für sich: die rasenden Drums, mächtigen Riffs und opulenten Düstermelodien überzeugten auf ganzer Linie.

Cypecore – The Alliance

Das Album der Woche – KW 8/2018 Cypecore – The Alliance (Vaultroom Records, V.Ö. 16.2.2018) CYPECORE aus Sinsheim konnten sich in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf als sehr gute und einzigartige Liveband erspielen. Ihre Show mit ihren mit leuchtenden LED-Symbolen ausgestatteten Outfits ist futuristisch und natürlich ein Eyecatcher aller erster Güte. Passend dazu die Musik: Harter, moderner Groove Thrash Metal mit viel Industrial und Synthie.

Crucifyre – Post Vulcanic Black

Das Album der Woche – KW 7/2018 Crucifyre – Post Vulcanic Black (Pulverised Records, V.Ö. 9.2.2018) Crucifyre aus der schwedischen Hauptstadt Stockholm sind im Underground bereits eine gefeierte Nummer. Ihre Mischung aus Old School Death Metal, Celtic Frost, ganz viel Slayer und vereinzelten Clean-Passagen hat vielerorts bereits für Begeisterung gesorgt. Album Nummer drei „Post Vulcanic Black“ führt diese Stilmischung konsequent fort und reizt dabei die gesteckten Grenzen noch ein gutes Stück – vor allem in Richtung Melodie und Atmosphäre – weiter aus.

Saxon – Thunderbolt

Das Album der Woche – KW 6/2018 Saxon – Thunderbolt (Silver Lining Music, V.Ö. 2.2.2018) Saxon sind eine lebende Legende! Seit Ende der 70er-Jahre am Start, bildeten sie zusammen mit Iron Maiden und Judas Priest die „großen Drei“ der New Wave of British Heavy Metal. Songs wie „Wheels Of Steel“, „Crusader“ oder „Solid Ball Of Rock“ kennt und liebt jeder Rock- und Metal-Fan und 39 Jahre nach ihrem Debut-Album erscheint mit „Thunderbolt“ das nun sage und schreibe 23. Studioalbum der Band rund um Frontmann Biff Byford und Gitarrist Paul Quinn.

Phil Campbell And The Bastard Sons – The Age Of Absurdity

Das Album der Woche – KW 5/2018 Phil Campbell And The Bastard Sons – The Age Of Absurdity (Nuclear Blast Records, V.Ö. 26.1.2018) Gibt es ein Leben nach Motörhead? Für Gitarrist Phil Campbell muss man diese Frage ganz klar mit Ja beantworten, denn mit seiner neuen Band The Bastard Sons und deren Debut-Album „The Age Of Absurdity“ präsentiert er sich quicklebendig und runderneuert!

Audrey Horne – Blackout

Das Album der Woche – KW 3/2018 Audrey Horne – Blackout (Napalm Records, V.Ö. 12.1.2018) Die Norweger Audrey Horne haben sich in den letzten Jahren den Ruf als einer der besten Hardrock-Bands der heutigen Zeit kontinuierlich erspielt. Vor allem ihre energiegeladenen Club-Liveshows mit ihrer beispiellosen Interaktion mit dem Publikum sind legendär und sollte unbedingt jeder mal gesehen haben.

Sadauk – A New Dawn

Das Album der Woche – KW 50 Sadauk – A New Dawn (Pure Legend Records, V.Ö. 8.12.2017) Düsteren Metal irgendwo zwischen Crematory, den klassischen „Beauty and the Beast“-Gothic Metal-Bands der Neunziger und aktuellen Nightwish präsentieren uns SADAUK auf ihrem Debut-Album „A New Dawn“.

Crom – When Northmen Die

Das Album der Woche – KW 49 Crom – When Northmen Die (Pure Steel Records, V.Ö. 1.12.2017) Als der Landshuter Musiker Walter „Crom“ Grosse im Jahre 2000 die Black Metal-Band Dark Fortress verließ, entschloss er sich, ganz im Stile von Bathorys epischen Momenten ein „Majestic Melodic Metal“-Projekt auf die Beine zu stellen. Mit „When Northmen Die“ präsentiert er uns unter dem Bandnamen Crom nun sein inzwischen drittes Studioalbum und zieht uns darauf mit seiner fulminanten Mischung aus Viking-, Melodic und Power Metal von der ersten Sekunde an in den Bann.

Loch Vostok – Strife

Das Album der Woche – KW 48 Loch Vostok – Strife (ViciSolum Productions, V.Ö. 24.11.2017) „Extreme Progressive Metal“ von einer Band mit dem ungewöhnlichen Namen LOCH VOSTOK… das lässt auf den ersten Blick arg verschwurbeltes erahnen. Aber: so wild ist das alles nicht, ganz im Gegenteil: „Strife“, so der Name des Werkes, ist ein durch und durch wunderbares und faszinierendens Album geworden!

Santa Cruz – Bad Blood Rising

Das Album der Woche – KW 46 Santa Cruz – Bad Blood Rising (M-Theory Audio, V.Ö. 10.11.2017) „Bigger riffs, better hooks, badder attitude“ versprechen uns Santa Cruz aus der finnischen Hauptstadt Helsinki im Titelbild ihrer Facebook-Seite vollmundig. Dazu ein sehr cooles schwarz-weiß Cover im Tattoo-Style samt Totenschädel… macht auf jeden Fall schonmal Bock auf mehr. Und dieses mehr, das hört auf den Namen „Bad Blood Rising“ und bietet knackigen Hard Rock an der Grenze zum Melodic Metal, sehr modern intoniert und damit in guter musikalischer Nachbarschaft zu Bands wie Sixx:A.M., Crazy Lixx oder Fozzy.

Moonspell – 1755

Das Album der Woche – KW 45 Moonspell – 1755 (Napalm Records, V.Ö. 3.11.2017) Moonspell aus Portugal kann man definitiv als einen der Vorreiter des Gothic Metal Anfang/Mitte der 90er Jahre bezeichnen. Mit ihren Alben „Wolfheart“ und „Irreligious“ haben sie absolute Szeneklassiker veröffentlicht. In der Folge versuchte man sich an allerlei Stilvariationen von seichtem Gothic Rock bis hin zum brachialen Death Metal und ging in dieser Zeit durch so einige Höhen und Tiefen. Ihr letztes Album „Extinct“ zeigte die Band aber von ihrer allerbesten Seite und darf durchaus als Geniestreich und als einer der Höhepunkte in ihrer Diskografie bezeichnet werden.

Savage Messiah – Hands Of Fate

Das Album der Woche – KW 44 Savage Messiah – Hands Of Fate (Century Media Records, V.Ö. 27.10.2017) Eine Band, deren Anfänge im Thrash Metal liegen, wendet sich Album für Album immer melodiöseren, dafür aber umso wuchtigeren Songstruktuen zu. Wen das entwicklungstechnisch spontan an Metallicas „Black Album“, „The Ritual“ von Testament oder auch „Youthanasia“ von Megadeth erinnert, der liegt hier richtig. Und wen die genannten Alben gefallen haben, der liegt hier musikalisch sogar goldrichtig!

Vuur – In This Moment We Are Free – Cities

Das Album der Woche – KW 43 Vuur – In This Moment We Are Free – Cities (InsideOut Music, V.Ö. 20.10.2017) Anneke van Giersbergen wurde Mitte der Neunziger bekannt, als sie bei der niederländischen Gothic Metal-Formation The Gathering als neue Sängerin vorgestellt wurde und sich auf ihrem Debut „Mandylion“ mit ihrer glockenhellen, gefühlvollen und doch so kraftvollen Stimme sofort in der Herzen der Metal Fans weltweit sang. Diese Kollaboration bestand immerhin über 13 Jahre, 6 Alben und diverse musikalische Experimente, bevor Anneke die Band verließ, um solo neue Wege einzuschlagen.

Sarke – Viige Urh

Das Album der Woche – KW 42 Sarke – Viige Urh (Indie Recordings, V.Ö. 13.10.2017) Norwegische Black Metal-Musiker leben ihre Vorliebe für 70er-Jahre Rock aus… wie das klingt, das kann man auf „Viige Urh“, dem neuen, inzwischen fünften Album der Osloer Band Sarke erleben. „Viige Urh“ heißt dabei auf Deutsch übrigens „vergangene Zeit“.

Pänzer – Fatal Command

Das Album der Woche – KW 41 Pänzer – Fatal Command (Nuclear Blast Records, V.Ö. 6.10.2017) Es war einmal im Jahre 2014, als Gitarrist Herman Frank und Drummer Stefan Schwarzmann ihren Dienst bei Accept quittierten, um zusammen mit Destruction-Frontmann Schmier ein neues Projekt namens Panzer zu formieren.

Act Of Defiance – Old Scars, New Wounds

Das Album der Woche – KW 40 Act Of Defiance – Old Scars, New Wounds (Metal Blade Records, V.Ö. 29.9.2017) Act Of Defiance stammen aus dem sonnigen Kalifornien und sind die neue Band um die beiden ex-Megadeth Mannen Chris Broderick (Gitarre) und Shawn Drover (Drums). Mit „Old Scars, New Wounds“ legen sie nun ihr zweites Studioalbum vor und servieren uns damit in etwa sowas wie „Modern-Megadeth“.

Satyricon – Deep Calleth Upon Deep

Das Album der Woche – KW 39 Satyricon – Deep Calleth Upon Deep (Napalm Records, V.Ö. 22.9.2017) Die Norweger Satyricon gehörten Anfang/Mitte der 90er Jahre mit zu der ersten Erfolgswelle des norwegischen Black Metals. Durch Alben wie „The Shadowthrone“ und vor allem „Nemesis Divina“ mit der Bandhymne „Mother North“ prägte man das Genre entscheidend mit und erlangte Kultstatus.